McCain

6 % Wachstum im Außer-Haus-Markt erzielt

„Wir sind extrem zufrieden mit dem Abschluss des letzten Fiskaljahres vom 1. Juli 2009 bis Ende Juni 2010. Sowohl im gastronomischen Außer-Haus-Markt als auch im Retailbereich haben wir ein Wachstum von 6 % erzielt, im Geschäft mit Großkunden sogar über 10 %“, erklärt Simon Morris, Geschäftsführer McCain Deutschland sichtlich erfreut.

Gegenwärtig gilt Deutschland beim international aufgestellten Kartoffelspezialisten, dessen Erfolgsstory 1957 in Kanada begann, als Vorzeigeland für erfolgreichen Verkauf – und durchaus weiterhin mit Ausbau-Chancen. Doch nicht nur mit hochpreisigen Qualitäts-Kartoffelprodukten mischt McCain den Markt auf, weltweit gilt man auch als größter Fingerfood-Hersteller. Insgesamt rund 60 Produkte umfasst das (Gesamt-)Sortiment. Seit rund drei Jahren bearbeitet McCain in Deutschland den Fingerfood-Markt eigenständig (vorher Partnerschaft mit Salomon). Mittelfristiges Ziel: die aktuelle Umsatzrelation von 80 % Kartoffel- und 20 % Fingerfood-Produkten zugunsten von Fingerfood auf 50:50 zu verschieben. Dazu soll vor allem das Segment der aus der Hand zu essenden fleischbasierten Snacks ausgebaut werden. Um neben den Klassikern Poppers, Onion Rings und Mozzarella Sticks neue Akzente zu setzen.

Besondere Aufmerksamkeit will McCain künftig einer individuelleren Kundenbetreuung schenken – Segmentierungsstrategie heißt das Schlüsselwort. „Dazu definieren wir die Betriebstypen unserer Kunden neu und teilen diese in zehn Hauptsegmente ein. Ungenutzte Chancen sehen wir vor allem in der Betriebsverpflegung, wo wir uns stärker engagieren wollen. Und auch bei den großen System-Gastronomen wollen wir mit verstärktem Fokus auf Top-Qualität unsere Betreuung intensivieren und individueller gestalten“, so Simon Morris. Auch andere Segmente wie die getränkegeprägte Gastronomie will Morris künftig gezielter beraten – „Fingerfood bietet sich hier geradezu an.“

Ein weiteres Thema, dem man besonderes Augenmerk schenkt, ist Co-Branding. In Testläufen mit McDonald’s und Alex wurde den Kunden erstmals McCain als Marke auf der Speisekarte präsentiert. Die Gästereaktion war positiv, nach endgültiger Auswertung muss sich zeigen, ob dies ein neuer Weg sein könnte, Marke zu zeigen. Dass die schlechte Kartoffelernte 2010 seiner Company Probleme bereiten könnte, sieht Morris relativ gelassen. McCain sei durch langfristige Lieferantenverträge und die Möglichkeit auf zusätzliche Quellen zurückgreifen zu können, gut aufgestellt. Auch mit Preiserhöhungen könne man als Premium-Anbieter im hochpreisigen Qualitäts-Segment entsprechend umgehen. „Das einzige Problem wird sein, dass die Kartoffeln in diesem Jahr grundsätzlich kleiner sind und wir neue Produkte, zum Beispiel kürzere Pommes, kreieren müssen. Uns haben schlechte Kartoffeljahre immer geholfen, da wir unser Produkt-Know-how dann bestens unter Beweis stellen können.“

2011 stehen folgende Dinge auf der Agenda: Regionale Spezialitäten sollen als Produktneuheit lanciert werden. Da das Thema Hausmesse zunehmend wichtiger wird, werden dafür speziell kleinere Messestände konzipiert. Ready-to-Eat-Produkte sollen als neues Aktionsfeld hinzukommen, man liebäugelt mit Snack-Countern à la Barilla. Und auch dem Thema Nachhaltigkeit will sich McCain verstärkt widmen, eine neue Sonnenblumenölmischung gilt hier als wichtiger Step und soll einen Beitrag zur gesünderen Ernährung leisten. Ebenfalls in diese Richtung gehen weitere neue Kartoffel- bzw. Pommes Frites-Produkte, die mit niedrigeren Fettgehalten daher kommen sollen – z.B. weil sie nicht vorfritiert sind und/oder nicht in der Friteuse endgefertigt werden und/oder mit einer Fettschranke ausgestattet sind.

McCain Foods ist ein international führender Hersteller von Tiefkühlprodukten mit über 20.000 Mitarbeitern und 55 Produtkionsstätten auf sechs Kontinenten. Das in Brunswick/Kanada gegründete Untenehmen befindet sich bis heute im Familienbesitz. Jährlicher Umsatz: über 4 Mrd. €.

www.mccain-foodservice.de

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