Warsteiner

Albert Cramer mit 69 Jahren verstorben

Albert Cramer, geschäftsführender Gesellschafter der Warsteiner Gruppe, ist am Dienstag, den 20. November, nach schwerer Krankheit verstorben. Er wurde 69 Jahre alt. Mit ihm verliert die Warsteiner Brauerei ihren Seniorchef, der auf dem deutschen Biermarkt Geschichte geschrieben hat.

Albert Cramer wurde 1943 in Warstein geboren und wuchs zusammen mit seinen drei Schwestern im Elternhaus direkt neben der Brauerei auf. 1968, im Alter von 25 Jahren, trat er in die von seinem Vater Paul Cramer und dessen Neffen geführte Brauerei ein, später wurde er Kommanditist und persönlich haftender Gesellschafter und übernahm 100 Prozent der Unternehmensanteile. Durch seine innovativen Ideen und sein herausragendes Marketingtalent sollte Albert Cramer das sauerländische Familienunternehmen in den Folgejahren zu der mit Abstand größten und erfolgreichsten Brauerei Deutschlands mit einem Jahresausstoß von über sechs Millionen Hektolitern führen.

Albert Cramer war der erste deutsche Brauereieigentümer, der schon in den 1970er Jahren bundesweit Werbung für sein Bier machte und sich dabei an die Welt von Sekt und Champagner anlehnte. Über die Marke Warsteiner gelang es ihm, eine Art neue Tischkultur zu entwickeln und Bier in Deutschland auf hohem Niveau gesellschaftsfähig zu machen. Gemeinsam mit dem renommierten Glas-Designer Hermann Hoffmann entwickelte Cramer 1969 die Warsteiner Tulpe, die bis heute das Markenimage von Warsteiner prägt.

Heute beschäftigt die Warsteiner Gruppe inklusive der deutschen Welcome Hotelgruppe rund 2300 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von mehr als 520 Mio. Euro. Aufgrund seiner unternehmerischen Verantwortung verfolgte Albert Cramer schon frühzeitig das Ziel, seinen Betrieb innerhalb der Familie weiterzugeben. Auf seinen Wunsch hin trat Catharina Cramer, 34, im Jahr 2006 in die Geschäftsführung der Warsteiner Gruppe ein. Seine jüngste Tochter wird das Unternehmen jetzt in neunter Familiengeneration weiterführen.

www.warsteiner.de



stats