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Großverbraucher sind die Wachstumstreiber

Die Tiefkühlbranche hat ihr Wachstum 2011 im Wesentlichen dem Großverbraucher-Bereich zu verdanken. Der Absatz stieg um 2,4 Prozent auf 1,57 Millionen Tonnen. Noch deutlicher entwickelte sich der Umsatz mit einem Plus von 4,5 Prozent auf gut 4,9 Milliarden Euro.
Diese Zahlen veröffentlichte das Deutsche Tiefkühlinstitut im Rahmen des Branchentreffs in Frankfurt am Main. Die einzelnen Warengruppen haben sich dabei sehr unterschiedlich entwickelt. Fischstäbchen legten im GV-Bereich mengenmäßig mit 10,3 Prozent am stärksten zu (4.879 t). Einen sehr ordentlichen Zuwachs gab es auch bei tiefgekühltem Gemüse (6,6 Prozent auf 196.842 t) und Beilagen (6,4 Prozent auf 8.377 t). Der Zuwachs bei Gemüse erklärt das Deutsche Tiefkühlinstitut insbesondere mit dem merklich gestiegenen Konsum rund um die EHEC-Krise im Mai 2011. Der Absatz von tiefgekühltem rohen Fleisch ging dagegen um 5,6 Prozent auf 252.096 Tonnen zurück - besonders deutlich bei rohem Geflügel (- 8,5 Prozent auf 79.881 t). Grund dafür sei eindeutig der Trend zu küchenfertigen Produkten, wie zum Beispiel vorgegarte Fleisch-Tiefkühlgerichten aber auch zu rohem, nicht tiefgekühltem frischen Fleisch.

Renner im tiefgekühlten Sortiment sind nach wie vor Backwaren, deren Absatz auch 2011 überproportional um 3 Prozent auf gut 467.457 Tonnen gestiegen ist. An dritter Stelle - nach Backwaren und Fleisch - stehen im GV-Bereich Kartoffel mit 202.408 t (+ 3 Prozent). Der Löwenanteil entfällt dabei mit fast 80 Prozent auf Pommes frites (+3,2 Prozent).

Im Lebensmittel-Einzelhandel wurde mit 1,74 Mio. Tonnen 0,6 Prozent weniger abgesetzt als im Vorjahr. Der Gesamtmarkt zeigte ein leichtes Wachstum von 0,8 Prozent auf 3,31 Mio. Tonnen.

www.tiefkühlkost.de
 


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