Döga

In Berlin fand die erste Messe für Döner-Gastronomie statt

Natürlich in Berlin. Der Verein der türkischen Dönerhersteller in Europa (Atdid) wollte über die Zukunft des Döners sprechen, über bessere Abläufe zwischen Dönerspieß-Produzenten und den Döner-Kioskbetreibern. Und auch über technische Entwicklungen.

Wichtige Innovation: Der Dönerschneider A-DR-V 1003 wurde vor einem Jahr in Izmir (Türkei) entwickelt. Seitdem wird der Döner-Robotu, wie er offiziell heißt, in 45 europäischen Ländern eingesetzt. "Jetzt kommt weder Schweiß, Atemluft noch andere menschliche Krankheitserreger mit dem Fleisch in Berührung", erklärt Service-Manager Gürsel Muratoðlu.
Der Döner Kebab hat die Fast-Food-Kultur Deutschlands nachhaltig geprägt. Als vor knapp 30 Jahren der uns bekannte Döner mit Fladenbrot, Fleisch, Salat und Soße in der ersten Bude am Berliner Bahnhof Zoo angeboten wurde, ahnte niemand, dass er einmal neben der Currywurst das beliebteste Fast-Food-Produkt werden würde.

Jeden Tag werden in Deutschland rund 400 Tonnen Dönerfleisch verzehrt, 600 Tonnen täglich in Europa, sagt Tarkan Tasyumruk, Initiator der Messe.

Immerhin setze die Döner-Branche pro Jahr in Deutschland rund 2,5 Milliarden Euro um, Tendenz steigend.

Seit der BSE-Krise und den Gammelfleischskandalen im September 2006 kämpft die Branche um ein besseres Image. Damals kam bei Stichproben heraus, dass oft billigere Fleischarten als Kalb-, Rind- oder Lammfleisch verwendet wurden oder der Ware stärkehaltige Bindemittel zugesetzt waren.

Aufsehen erregte der bekannte Berliner Döner-Hersteller Remzi Kaplan, der 2008 zu einer Geldstrafe von 40.000 Euro verurteilt wurde.

Der Verein Atdid möchte bis Ende des Jahres ein neues Qualitätssiegel vergeben. Ein guter Döner Kebab müsse zu 40 % aus Scheibenfleisch, zumeist Kalbfleisch, und zu 60 % aus Hackmasse bestehen. Und der kostet drei Euro!

http://www.atdid.de


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