Tiefkühlwirtschaft

Jahrestagung im Zeichen des dti-Jubiläums

Das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti), Informationszentrale für Tiefkühlkost in Deutschland, feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. Gegründet 1956 als Arbeitsgemeinschaft Deutsche Tiefkühlkette, hat das Institut die Entwicklung der Branche über 5 Jahrzehnte begleitet. Ganz im Zeichen des 50. Geburtstags stand auch die vom dti ausgerichtete Jahrestagung der deutschen Tiefkühlwirtschaft Ende Mai in Königswinter - Top-Veranstaltung der Branche. In der Tat datieren erste zaghafte Versuche, Tiefkühlkost im deutschen Lebensmitteleinzelhandel zu etablieren, zurück in die Mitte der 50er Jahre. Die anfängliche Skepsis bei Handel wie Verbrauchern war groß - heute ist das Sortiment eine Selbstverständlichkeit bei Profi- wie Privatverbrauchern: Nach Einschätzung des dti hat Tiefkühlkost die veränderten Ernährungsgewohnheiten der Verbraucher am nachhaltigsten mit geprägt. Allein in den letzten zehn Jahren stieg der Pro-Kopf-Verbrauch hierzulande um 13,1 kg auf 37,1 kg (2005), mit einem Gesamtabsatz von 3,06 Mio. t lag der Verbrauch nahezu doppelt so hoch wie 1995. Mengenmäßig legten neben Fisch und Snacks vor allem Backwaren zu, unverändert stark ist die Nachfrage seit Jahren bei Gemüse und Kartoffelprodukten.



Die positive Entwicklung werde sich sowohl in den Privathaushalten als auch im Außer-Haus-Markt fortsetzen, zeigten sich Vertreter der Tiefkühlwirtschaft auf der Jahrestagung der Branche überzeugt. Denn der derzeitige Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland liege noch weit hinter den USA und einigen anderen europäischen Ländern.



Eine aktuelle Umfrage des dti (Stichprobe: 1.135 Frauen und Männer zwischen 16-59 Jahren, Single- bis Fünfpersonenhaushalte) untermauert die Wertschätzung von Tiefkühlkost bei deutschen Verbrauchern: 77 % der Konsumenten finden TKK „ganz allgemein klasse“. 63 % bestätigen: „Wenn ich einkaufen gehe, kaufe ich meistens auch ein Tiefkühlprodukt.“ Und 39 % sind sich sicher, dass sie ihren Haushalt ohne Tiefkühlkost gar nicht führen könnten.


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