Logistik

MDE mit WLAN für Datenerfassung in Echtzeit

Die mobile Kommunikation in Echtzeit mit Warenwirtschafts- und Filialsystem hilft bei der Umsetzung von Konzepten wie automatischer Disposition und permanenter Inventur.

Nach einem aktuellen Bericht in lz.net, Online-Plattform der Lebensmittel Zeitung, hat der deutschen Handel das innovative Thema schon weitgehend implementiert: Moderne Datenerfassung (MDE) mit Online-Anbindung per WLAN-Funk sei heute fast die Norm.

Während MDE-Geräte der vorigen Generation noch offline arbeiteten und erst mit Verzögerung über Docking-Stationen die aktualisierten Daten weiterleiten konnten, verbessert der Online-Zugriff die Qualität der Bestandsdaten im System erheblich.

Wegen der hohen Zahl der Anbieter von Komponenten dieser Technik und der Kompatibilität zu Internet-Standards wählen laut lz.net die meisten Filialsten heute WLAN-Funktechnik. In den vergangenen zwölf Monaten haben unter anderem dm-Drogeriemarkt, Bauhaus, Karstadt, Wasgau, Norma und der Textil-Discounter Kik ihre Filialen mit MDE-Geräten der neuen Generation ausgestattet.

Bei anderen Unternehmen wie Lidl, Kaufland, Metro und Rewe Group gehören sie schon länger zum Arbeitsalltag. Als Technik-Lieferant kam bei dm, Kik und Karstadt der Hannoveraner Spezialist Höft & Wessel zum Zuge. Norma bezog seine MDE-Geräte genau wie einige Zeit vorher Lidl von ACD im schwäbischen Achstetten. Bauhaus ist Kunde bei Casio, der pfälzische LEH-Filialist Wasgau bei Nordic ID.

Die Anbindung der mobilen Computer an die vorhandenen IT-Systeme sei allerdings alles andere als trivial - insbesondere, wenn mit dem aufgebauten WLAN-Funk noch weitere Peripheriegeräte in den Outlets versorgt werden sollen. Hier vergrößert sich der Markt für Integrations-Spezialisten wie GK Software, Solquest und IBM laufend.

In den Lagern des Handels ist derweil der Trend zu sprachgestützter Kommissionierung ungebrochen. Für die manuelle Kommissionierung der bei weitem meisten Sortimente liefert Pick-by-Voice die geringste Fehlerrate bei gleichzeitig deutlich erhöhter Leistung pro Arbeiter. In den letzten zwölf Monaten führten unter anderem Metro, Edeka-Marktkauf, Eismann und die östereichische Adeg entsprechende Systeme in weiteren Distributionszentren ein.

Neben die etablierten Techniken MDE und Pick-by-Voice treten in naher Zukunft zwei weitere mobile Herausforderungen: RFID (Radio Frequenz Identifikation) und die Einbeziehung der privaten Mobiltelefone der Verbraucher in das Geschäft am POS - sei es als neue Generation der Kreditkarte, sei es als zielgenaues Marketing- und Informationsmedium. Beide Welten, RFID und Handy-basierte Systeme, sind zurzeit in schneller Entwicklung.

www.lz-net.de

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