HKI

Sorgen um den Strompreis

Der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. sieht sich in Sachen Energiewende eindeutig positioniert und gut aufgestellt. Dafür sprächen zum Beispiel die intensiven Anstrengungen der Mitgliedsbetriebe, durch Effizienzsteigerungen bei den Koch- und Heizgeräten sowohl in häuslichen wie auch gewerblichen Bereich einen entsprechenden Beitrag zu leisten. Das erklärten übereinstimmend Verbandspräsidentin Christiane Wodtke und Hauptgeschäftsführer Frank Kienle zum Abschluss der Jahres-Mitgliederversammlung in Berlin.
 
Diese setzte mit namhaften Referenten auf einer abschließenden Vortragsveranstaltung zum Thema “Energiewende in Europa“ ganz spezielle Akzente. Als Keynote bekannte Günther H. Oettinger, Mitglied der Europäischen Kommission und zuständig für Energie, unumwunden: “Der Strompreis macht mir Sorge!“ Deutschland braucht eine Debatte, welcher Preis verträglich sei. Mit den Schwerpunkten Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit für Strom ebenso wie für Gas und Wärme.“
 
Oettinger sprach sich ebenso für Anreize bei Investments in Nachhaltigkeit und Effizienz aus, wie er sich für die Hersteller einsetzte, die für ihre Geräte intelligente Label brauchten, die einheitlich, marktgerecht, pragmatisch und verbraucherfreundlich seien. Aus Sicht der Energiebranche beklagte auch Dr. Johannes Lambertz den enormen Preisanstieg bei Strom von ca. 67 Prozent. Der Vorstandsvorsitzende der RWE Power AG und zugleich Konzernbeauftragter für die Energiewende, nannte die Lösung der aktuellen Probleme eine Herkulesaufgabe, die nicht länger kleingeredet werden dürfe.
 
So müssten mit Blick auf die Energiewelt auch von morgen, umgehend dringend notwendige Entscheidungen getroffen und ein klarer Kurs der Verantwortlichen erkennbar werden. Lambertz vertrat die Ansicht, dass das EEG stark reformbedürftig sei. Auch weil Erneuerbare Energien wie Windräder und Photovoltaik, noch längere Zeit neben konventionellen Systemen bestehen bleiben müssen. Die Reaktion der HKI-Verbandsmitglieder war eindeutig: Man werde weiteres Augenmerk auf Einsparungspotenziale richten. So stehen der hohe Bestand an Altgeräten – verbunden mit der anhaltend niedrigen Austauschrate – besonders im Fokus.
 
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Hans-Jörg Jarofke

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