Coca-Cola D

Volumenverdoppelung bis 2015 geplant

Der Getränkekonzern will durch die geplante Fusion seiner Abfüller das Geschäftsvolumen in Deutschland in den kommenden zehn Jahren verdoppeln. Durch die angestrebte Zusammenführung der Berliner Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG in einer neuen Gesellschaft mit einer Einheitskonzession, in der auch die sieben konzernfremden Abfüller Platz finden sollen, werden absatzwirksame Tempo- und Effizienzverbesserungen erwartet. Ziel ist ein freiwilliger Zusammenschluss – dies sei aber ein komplizierter Prozess, so Deutschland-Chef Deryck van Rensburg gegenüber der Presse. So müssten alle Unternehmen für die eventuelle Anteilsermittlung in der neuen Gesellschaft (Arbeitstitel: ‚New-Coke’) bzw. für den Aufkauf von Anteilen durch die Coca-Cola GmbH einzeln bewertet werden. Die GmbH wird am Einheitslizenznehmer ‚New-Coke’ definitiv die überwiegende Anteilsmehrheit halten.



Derzeit beschäftigen die Abfüller bundesweit rd. 12.000 Mitarbeiter an 80 Standorten und vertreiben mehr als 50 verschiedene Coca-Cola-Produkte. Die CCE AG erzielte 2004 einen Konzernumsatz von 1,49 Mrd. #e – ein Minus von 9,1 % zum Vorjahr. Das Absatzminus lag mit 11,2 % noch höher. Gleichzeitig wurde ein Rekordfehlbetrag von über 350 Mio. #e eingefahren. Der Hauptteil des ausgewiesenen Fehlbetrages stammt laut LebensmittelZeitung von Sonderabschreibungen auf Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen. Im vergangenen Jahr konnte der Fehlbetrag nach LZ-Informationen auf rd. 150 Mio. #e reduziert werden, der Absatz ging nur noch um 2 % zurück – mit deutlich stabilisierter Tendenz in der zweiten Jahreshälfte.



Weltweit konnte Coca-Cola seinen Umsatz im Jahr 2005 kräftig um 6 % auf 23,1 Mrd. $ steigern. Dennoch hat das Headquarter in Atlanta Grund zur Wachsamkeit. Wettbewerber PepsiCo konnte der Company in Sachen Aktienwert empfindlich zu Leibe rücken – derzeit liegt der Verfolger, bei knapp 11 Mrd. $ Umsatz (2004), nur noch 0,5 Mrd. #e hinter den 80,5 Mrd. #e Aktienwert des weltgrößten Getränkeherstellers. Gleichzeitig kommt der Aktienpreis von Coca-Cola seit Anfang 2003 nicht wirklich voran, während Pepsi-Aktien um rd. 50 % zulegten. Analysten bemängeln die nach ihrer Ansicht überzogene Produkt-Diversifizierungsstrategie des Global Players ebenso wie die hohe Fluktuation in der Führungsriege. Auf deranderenSeite müssen die Softdrink-Giganten die Tatsache parieren, dass selbst im Heimatmarkt USA die Wachstumsdynamik sich zunehmend auf alternative AfGs wie Tees, Wasser, Säfte und Sportdrinks verlagert.

www.coca-cola.de

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