wafg/VDM

Alkoholfreie sind weiter auf Erfolgskurs

Alkoholfreie Getränke allgemein und Mineralwässer im besonderen erfreuen sich hierzulande weiterhin großer Beliebtheit. So ermittelte die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) in Berlin für das erste Halbjahr 2002 für die Branche ein Absatzplus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.



Mit Ausnahme der Fruchtnektare konnten laut der Nürnberger GfK alle Segmente deutlich zulegen. Ein Wachstum von zehn Prozent in den ersten sechs Monaten von 2002 verzeichneten dabei die Erfrischungsgetränke. Spitzenreiter in diesem Segment mit einem Plus von 255 Prozent waren die Energy Drinks, aber auch die Sportgetränke legten mit plus 163 Prozent kräftig zu. Fruchtsäfte und -nektare erzielten dagegen lediglich ein leichtes Wachstum von zwei Prozent.



Auch die Mineralwässer befinden sich in diesem Jahr mit plus sechs Prozent von Januar bis Juni auf deutlichem Wachstumskurs. Für das gesamte Jahr 2002 rechnet der Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM), Bonn, insgesamt mit einer Steigerung von etwa fünf Prozent. Dabei hält der Trend zu kohlensäurereduzierten und kohlesäurefreien Mineralwässern ungebrochen an. "Wenngleich auch auf einer geringeren Basis, so zeigt sich, dass sich deutsches Mineralwasser ohne Kohlensäure gegenüber den ausländischen Wässern im Markt behaupten kann. Hier ist noch Potenzial für die deutschen Mineralbrunnen", erläutert VDM-Geschäftsführer Wolfgang Stubbe.



Schon im vergangenen Jahr verlief die Entwicklung für die deutschen Mineralbrunnen zufriedenstellend. Insgesamt verzeichnete die Branche mit 10,7 Mrd. l Mineralbrunnen-Getränke ein Absatzplus von 4,5 Prozent im Vergleich zu 2000. Mineralwasser belegte dabei mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 104,1 l weiterhin die Spitzenposition. Der positiven Absatzentwicklung bei den Alkoholfreien Getränken steht eine verlangsamte Umsatzentwicklung gegenüber. Laut GfK liegt der Umsatz bei den Alkoholfreien Getränken in der ersten Hälfte von 2002 bei etwa plus drei Prozent. Damit klaffen Umsatz- und Absatzentwicklung um etwa vier Prozentpunkte auseinander. Nach Angaben der wafg sind dafür die rückläufigen Preise veranwortlich. "Nach bisherigen Angaben des Statistischen Bundesamtes, das auch die Daten aus der Gastronomie berücksichtigt, lagen die Umsätze der AFG-Hersteller im ersten Halbjahr von 2002 sogar unter entsprechenden Vorjahreswerten", erläutert Dr. Andreas Stücke, Hauptgeschäftsführer der wafg.


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