Altenpflege mit rund 31.000 Besucher

Mit rund 31.000 Fachbesuchern (2011: 34.000) schloss nach drei Messetagen die Altenpflege 2013, Leitmesse der Pflegewirtschaft, ihre Tore. Die Stimmung in den Messehallen war laut Veranstalter "ausgezeichnet". Heimleiter, Pflegefachkräfte und Pflegeschüler informierten sich an den Messeständen der 636 Aussteller über neue Produkte und Services für die ambulante und stationäre Altenhilfe.

Die Aussteller betonten vor allem die hohe Qualität der Besucher. 40 Prozent der Fachbesucher sind in leitenden Positionen tätig, also Entscheider. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, der die Messe am Montagabend eröffnete, stellte in seiner Rede die Bedeutung der Pflegewirtschaft heraus: „Mit einer Million Beschäftigten ist der größte Arbeitgeber in Deutschland das Pflege- und Gesundheitswesen, nicht die Automobilindustrie.“ Der Minister betonte, dass er alles dafür tun wolle, um ein Pflegesystem zu schaffen, „um das uns andere Länder beneiden“. „Das deutsche Pflegesystem soll ein weltweiter Exportschlager werden“, so Bahr weiter.

Ein echter Publikumsmagnet war die Sonderschau aveneo – Raum für Innovation in Halle 1. Dort gab es unter anderem einen sensorgesteuerten Hausnotruf oder ein intelligentes Medikamenteneinnahme-System zu sehen. Wie altengerechte Gärten, Parks oder das Wohnumfeld gestaltet sein können, zeigte die Sonderschau Freiraum in Halle 4. In den Städten der Zukunft werden Sitzbänke mit Armlehnen in unterschiedlichen Höhen, doppelsitzige elektrische Fahrräder und Motorik-Parks mit Schultertrainern oder Rollstuhlkarussells zu finden sein. Auf Anhieb ein voller Erfolg war die Zukunftsreise in Halle 1, die Premiere feierte. Eine Gruppe von Experten machte sich mit der Methode einer großangelegten „Zeitreise“ auf den Weg von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft der Pflege im Jahr 2053. Aus den entwickelten Zukunftsszenarien werden Handlungsimpulse für die Gegenwart abgeleitet.
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