Metro Group

Aufspaltung ist vollzogen

Die Metro hat bei der geplanten Aufspaltung in einen Lebensmittel- und einen Elektronikkonzern die letzte Hürde genommen: Das Registergericht hat die Eintragung ins Handelsregister trotz anhängiger Aktionärsklagen vorgenommen. Ab dem morgigen Donnerstag werden die neue Metro AG, die das Lebensmittelgeschäft rund um Metro C+C sowie Real umfasst, und der Elektronikhändler Ceconomy separat an der Börse gehandelt.
"Wir sind am Ziel: Die Spaltung der Metro Group ist vollzogen", so Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der neuen Metro. „In den vergangenen drei Jahren haben wir uns strategisch neu positioniert und sind daher gut auf die Unabhängigkeit vorbereitet", erklärte der neue Ceconomy-Chef Pieter Haas.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte Ende Juni bereits die Spaltung freigegeben, sah sich aber nur für die Anfechtungsklagen zuständig und verwies die anhängigen Feststellungsklagen an das Registergericht. Dieses sah die Voraussetzungen für die Eintragung von Ausgliederung und Abspaltung erfüllt und folgte auch bei den Feststellungsklagen der Rechtsauffassung des Oberlandesgerichts, dass einer Eintragung nicht im Wege stehe.

Die neue Metro AG mit Aktivitäten in 35 Ländern steht für rd. 37 Mrd. € Umsatz und ein Ebitda von 1,8 Mrd. €. Ceconomy mit MediaMarktSaturn als Kerngeschäft repräsentiert Umsätze von 22 Mrd. € sowie ein Ebitda von 0,7 Mrd. €. Der neue Elektronikkonzern ist in 15 Ländern aktiv.

Auf der Hauptversammlung der Metro im Februar war die Aufspaltung mit überwältigender Mehrheit der anwesenden Aktionäre angenommen worden. Mehrere Aktionäre hatten gegen das Projekt geklagt, unter ihnen Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals. Noch anhängige Klagen gegen die Aufteilung gehen gemäß Metro-Mitteilung nun den Rechtsweg, stehen der Spaltung aber nicht mehr entgegen.

www.metroag.de

www.ceconomy.de








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