Aus Binding-Konzern wird Radeberger-Gruppe

Der Frankfurter Binding-Konzern wird vom Herbst 2002 an Radeberger-Gruppe heißen. Das hat Vorstandschef Ulrich Kallmeyer angekündigt. Man will dadurch der Stärke der erfolgreichsten Marke, nämlich Radeberger Pilsner - mit Schöfferhofer Weizen und Clausthaler alkoholfrei nationale Namen -, Rechnung tragen. Die Binding Brauerei AG wird künftig eine Tochter der Radeberger-Gruppe sein. Frankfurt bleibt Sitz der Konzernzentrale. Die neue Gruppe mit dem Namen der ostdeutschen Premiummarke erreiche damit eine herausragende Stellung auf dem deutschen Biermarkt, so Kallmeyer.



Der Ausstoß der Binding-Gruppe sank im letzten Jahr um 0,6 auf 8,9 Mio. Hektoliter in Deutschland, davon entfielen 2 Mio. auf Radeberger (0,8 Mio. Clausthaler, 0,3 Mio. Schöfferhofer, 0,3 Mio. Ur-Krostitzer). 10 % minus für Binding Römerpils und Export (0,7 Mio.). Umsatz 2001: 849,3 Mio. Euro (- 4,2 %). Deutlich gestiegen dagegen der Konzerngewinn vor Zinsen und Steuern: + 34,5 % auf 43,7 Mio. Euro.

Nebenbei sind für die Umbenennung 75 % der Stimmen notwendig. Die Oetker-Gruppe, die den neuen Konzernnamen befürwortet, verfügt als Mehrheitsaktionär über rund 90 % der Anteile.

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