AB InBev

Baut Europageschäft um

Parallel zur Einverleibung von SAB Miller, dem zweitgrößten Braukonzern weltweit, organisiert Biergigant Anheuser-Busch InBev sein europäisches Geschäft neu. Ab dem 1. Januar 2016 wird es die vier Business Units Nordeuropa, Südeuropa, Osteuropa und Westeuropa geben. Damit entfällt die Geschäftseinheit DACH, sie wird mit den Benelux-Ländern zur Region Westeuropa zusammengefasst. Vom bisherigen Deutschland-Chef Till Hedrich hatte man sich schon vor einigen Monaten getrennt.

Die Leitung des Westeuropa-Geschäfts wird Jean-Jacques Velkeniers übernehmen, derzeit Vice President Marketing Europe.

Die Umstrukturierung erfolgt mit der Absicht, Märkte mit vergleichbaren Strukturen und Gegebenheiten strategisch zu bündeln statt nur die räumliche Nähe zu berücksichtigen – durchaus analog dem Vorgehen von McDonald’s-CEO Steve Easterbrook in diesem Jahr bei der Neuordnung der globalen Konzernstrukturen. Heißt:

* Region Westeuropa – gesättigte, wettbewerbsintensive Märkte mit starken Premiummarken.
* Nordeuropa (UK und Irland) - hohe Bedeutung für die globalen Hauptmarken Budweiser, Corona und  Stella Artois
* Südeuropa (Frankreich, Italien und Spanien) - starke Wachstumsmärkte für Premiummarken
* Osteuropa (Russland und Ukraine) – von Regulierung und aktueller politischer Lage gezeichnet

Das Ziel der Maßnahme lautet, bis 2020 das wachstumsstärkste Unternehmen der europäischen Konsumgüterindustrie zu werden, so der Konzern. Ressourcen sollen so besser verteilt und eingesetzt werden, Marken mit ähnlicher Zielgruppe wie Becks in Deutschland und Jupiler in Belgien oder auch globale Marken wie Leffe oder Corona könnten durch die neue Struktur länderübergreifend besser vermarktet und weiterentwickelt werden.

Mit seinem Europa-Geschäft hat AB InBev 2014 ein Jahresvolumen von 44,3 Mio. hl erzielt - 6 % weniger als noch im Vorjahr. Den Löwenanteil der Absätze erzielt der globale Marktführer mit insgesamt 121 Mio. hl Ausstoß in den USA und Kanada.

www.ab-inbev.com



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