Warsteiner Brauerei

Berater starten 'Zukunftsprogramm'

Die Warsteiner Brauerei hat die Unternehmensberater von Roland Berger angeheuert, um die einstmals größte deutsche Brauerei nach Jahren der Krise wieder auf Kurs zu bringen. Die Mitarbeiter wurden Anfang der Woche informiert, dass eine 'Rundumerneuerung' des Unternehmens geplant ist. Geschäftsführer Carsten Rockholtz erklärte, "alles wird auf den Prüfstand gestellt".
Von Mitte September an sollen die Berater die Strukturen der Sauerländer Brauerei unter die Lupe nehmen. Dabei geht es vor allem um Einsparmöglichkeiten bei den Kosten und eine Steigerung des Absatzes. Ziel der "Zukunftsprogramms" sei es, die Trendwende zu schaffen, damit die Brauerei irgendwann solide an die zehnte Generation weitergegeben werden könne, sagte Rockholtz dem Soester Anzeiger. 

Warsteiner verzeichnete in den achtziger und neunziger Jahren einen Ausstoß von bis zu 6 Mio. hl pro Jahr, aktuell werden rund 4 Mio. hl im Jahr abgesetzt, ein deutlicher Rückgang selbst im seit Jahren schrumpfenden deutschen Biermarkt. Im Vergleich zu den anderen deutschen Großbrauereien liegt der ehemalige Branchenprimus nur noch auf Platz 7. Managementfehler und zu späte Reaktion auf sich wandelnde Verbraucherwünsche brachten das Unternehmen ins Hintertreffen.

Die Zusammenarbeit mit Roland Berger ist auf drei Jahre angelegt. Erste Ergebnisse soll es noch in diesem Jahr geben.

www.warsteiner-gruppe.de

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