DWI

Beste Winzersekte ausgezeichnet

Erstmals zeichnet das Deutsche Weininstitut (DWI) in diesem Jahr die besten deutschen Winzersekte der DLG Bundesweinprämierung mit einem Sonderpreis aus. Hintergrund ist das Bestreben, das Augenmerk der Verbraucher stärker auf die handwerklich hergestellten Sekte zu lenken. Denn die Deutschen haben zwar im vergangenen Jahr 305 Mio. l Sekt konsumiert, was einem stattlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 3,9 l bzw. rund fünf Sektflaschen pro Jahr entspricht. Mit 8,5 Mio. l machen Qualitätsschaumweine, die die amtliche Qualitäts­prüfung durchlaufen haben, allerdings nur 2 % der Gesamtmenge aus.
 
Ausgewählt wurden die Sieger durch eine Jury aus Weinexperten und Medienvertretern aus den jeweils besten Sekten der drei Kategorien Riesling, Burgundersekt und Rosésekt des DLG-Wettbewerbs. Den Preis für den besten Riesling-Winzersekt des Jahres erhielt das rheinhessische Weingut Erbeldinger aus Bechtheim für seinen Riesling-Sekt trocken. Der 2013er Chardonnay Sekt brut vom Weingut Escher in Gau Bischofsheim in Rheinhessen wurde als Gewinner aus der Gruppe der Burgundersekte ausgezeichnet. Die Wein- und Sektkellerei Stengel aus Weinsberg-Gellmersbach in Württemberg stellte mit dem 2013er Muskat-Trollinger Rosé Sekt trocken aus der Lage Gellmersbacher Dezberg den besten Rosésekt des Wettbewerbs.
 
Insgesamt hatten in diesem Jahr rund 300 Sekte, darunter 90 der Sorte Riesling, 79 Burgundersekte und 57 Rosésekte an der Bundesweinprämierung teilgenommen.
 
„Zur Herstellung eines Winzersektes muss der Erzeuger besonders hohe Qualitätsstandards einhalten“, betonte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule im Rahmen der Preisverleihung am 22. Oktober in Mainz. Für Winzersekte dürfen nur Trauben aus den eigenen Weinbergen verwendet werden. Das gibt ihnen die persönliche Note. Außerdem müssen alle Winzersekte nach der traditionellen Flaschengärmethode hergestellt werden. Dabei findet die zweite Gärung in der einzelnen Flasche statt. Winzersekt reift mindestens neun Monate, manchmal Jahre, auf seiner Hefe im kühlen Keller. So erhält die Kohlensäure viel Zeit sich mit dem Wein zu verbinden, weshalb Winzersekte im Glas sehr lang und fein moussieren.
 
Laut Reule wurden im Jahr 2014 rund die Hälfte aller qualitätsgeprüften Sekte in Deutschland aus der Sorte Riesling hergestellt. Zudem hätten die Burgundersekte mit einem weiteren Drittel ebenfalls einen großen Anteil an der heimischen Qualitätsschaumwein­erzeugung. Das Gros der hierzulande produzierten und konsumierten Sekte wird allerdings aus internationalen Weinen erzeugt.
 
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