Düsseldorf

BioWest bietet Kommunikationsplattform für die Branche

320 Aussteller und 2.514 Fachbesucher trafen sich am 10. Mai auf der BioWest in Düsseldorf. Damit lag die Veranstaltung, die in diesem Jahr zum dritten Mal stattfand, stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Im Zentrum des Messegeschehens stand, wie für die BioMessen typisch, der intensive Austausch zwischen dem Fachhandel, der zirka 75 Prozent der Besucher ausmacht, und seinen Lieferanten.
Neben Fachgesprächen, Verkostungen und der Vorstellung von Neuprodukten, bot die BioWest aber auch eine willkommene Kommunikationsplattform für Branchen-Themen. "In Nordrhein-Westfalen ist es unser erklärtes Ziel, den ökologischen Landbau voranzubringen, deshalb haben wir unter anderem die Ökofördersätze deutlich angehoben. Der Trend zur regionalen Vermarktung auch und gerade im Naturkostfachhandel bietet nicht zuletzt die Chance, die Verbindung zwischen Erzeuger und Verbraucher zu stärken und Bewusstsein für Herkunft und Qualität zu schaffen", erklärte Horst Becker, Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen.

Er nutzte die BioWest für Gespräche mit Vertretern der Anbauverbände des ökologischen Landbaus sowie einem Rundgang zu in seinem Bundesland ansässigen Unternehmen. Auf großes Interesse der Teilnehmer des Messerundgangs stieß, wie bereits auf der BioOst, das Klimaneutralitätsprojekt der BioMessen, das auf einer Sonderfläche vorgestellt wurde.

Mit Klaus Engemann (Bio-Engemann) war auch einer der beteiligten Landwirte anwesend und erläuterte, wie die CO2-Kompensation durch Humusaufbau auf heimischen Bio-Höfen vor Ort konkret umgesetzt wird. "2015 ist das 'Jahr des Bodens'. Wir sehen hier für den ökologischen Landbau sowohl eine Chance als auch für uns eine Verpflichtung, um bei diesem im wahrsten Sinne des Wortes grundsätzlichen Thema Maßstäbe zu setzen", kommentiert Matthias Deppe, Veranstalter der BioMessen.

Dass es der Bio-Branche nicht allein um wirtschaftliche Prozesse geht, betonte auch Hilmar Hilger, Pressesprecher Bund Naturkost Naturwaren BNN e.V., Schirmherr der BioMessen: „Ziel und Aufgabe der Bio-Branche ist nicht nur die Produktion nachhaltig guter und ökologischer Waren, sondern auch, auf politische Prozesse und Entwicklungen aktiv Einfluss zu nehmen. Dies gilt für die Totalrevision, TTIP und vieles mehr. Wichtig ist, Signalwirkung durch die Umsetzung von Visionen zu erzeugen, die in die Gesamtgesellschaft positiv hineinwirkt.“

Über ein positives Signal an Ort und Stelle durften sich die mittlerweile 75 Bio-Brotbox-Initiativen freuen: Auf der BioWest überreichte der UPS-Generalbevollmächtigte Deutschland, Frank Sportolari, einen Spendenscheck über 45.000 US-Dollar an Dr. Burkhardt Sonnenstuhl von der Bio-Brotbox gGmbH, der ihn stellvertretend für das Netzwerk entgegennahm.

Am Ende des Messetages zeigten sich die Veranstalter zufrieden mit der Bilanz der beiden Frühjahrs-BioMessen: "Mit 7,5% mehr Besuchern hat die BioOst dieses Jahr noch einmal einen Entwicklungsschub gemacht und ist der BioWest, die von Anfang an mit höheren Aussteller- und Besucherzahlen einstieg, nun hart auf den Fersen. Für die BioWest sind wir ebenfalls sehr zufrieden. Wir vermuten allerdings, dass wir ohne die Beeinträchtigung des Bahnverkehrs auch hier noch einmal einen höheren Zuwachs an Besuchern hätten erzielen können", fasst Veranstalter Wolfram Müller zusammen.

Am 20. September findet die BioSüd in Augsburg statt, den Abschluss des BioMessen-Quartetts bildet die BioNord am 27. September in Hannover.

www.biowest.info


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