Fracking

Brauer-Bund fordert Verbot

Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) hat an die Wirtschaftsminister von Bund und Ländern appelliert, die umstrittene Fracking-Technologie zur Schiefergas-Gewinnung in Deutschland nicht zuzulassen. Der Brauer-Bund begrüßte das Ergebnis der Umweltministerkonferenz in Konstanz, wo sich die Umweltminister von Bund und Ländern Ende vergangener Woche einstimmig gegen die Gasförderung mittels Fracking ausgesprochen hatten.

„Wir fordern gesetzliche Regelungen, die den umfassenden Schutz aller Trinkwasservorkommen, auch derjenigen zur Gewinnung von Brauwasser, vor den Risiken des Frackings sicherstellen. Bund und Länder müssen dafür Sorge tragen, dass der Umwelt- und Naturschutz Vorrang hat vor den wirtschaftlichen Interessen einzelner Energiekonzerne“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des DBB, Holger Eichele, am gestrigen Dienstag in Berlin.
Zur Beschränkung des Fracking soll nach dem Willen der Umweltminister künftig eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung im Bergrecht verankert werden. Außerdem soll nach den Worten von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks das Wasserhaushaltsgesetz so geändert werden, dass bundesweit große Wasserschutzzonen entstehen, in denen es grundsätzlich kein Fracking geben darf. Darunter sollen neben Trinkwasserspeichern, Talsperren und Naturschutzgebieten auch Brunnen von Brauereien sowie private Mineralquellen fallen.

Als nächstes werden sich die Wirtschaftsminister mit Regelungen für die Förderung unkonventioneller Gasvorkommen mit Fracking befassen. Der DBB fordert klare Signale – die Wirtschaftsminister müssten anerkennen, dass die Umweltrisiken von Fracking erheblich seien und es bei der Sicherheit der Trinkwasserversorgung in Deutschland keine Kompromisse geben darf.

www.brauer-bund.de



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