Schwälbchen

Bundesbank erhält Zertifikat für regionalen Einkauf

Unter dem Motto „Hand in Hand für unsere Region“ hat der Mainzer Großhändler Schwälbchen Frischdienst diese Woche das Betriebsrestaurant der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main als ersten Betrieb der Metropole für seinen Einkauf regionaler Molkereiprodukte mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Schwälbchen-Geschäftsführer Heinz-W. Satter sowie Verkaufsleiter Piero Ibba überreichten das Zertifikat an Gastronomieleiter Michael Buchczyk sowie Küchenchef Michael Schleiffer. In den nächsten Monaten will der Hersteller weitere rund 1.000 Außer-Haus-Betriebe insbesondere im Rhein-Main-Gebiet für ihren regionalen Einkauf mit einer Urkunde würdigen. Ziel sei es, den Gästen die regionale Herkunft der Produkte näher zu bringen und so das Vertrauen und die Wertschätzung für das Speisenangebot weiter auszubauen, erklärt Satter. „Viele Gäste gehen immer noch davon aus, dass Großküchen generell nur bei großen überregionalen Lieferanten einkaufen“, beobachtet auch Buchczyk.

Bundesbank setzt auf regionale Produkte

Die Deutsche Bundesbank arbeitet seit langem im Frischebereich mit verschiedensten Lieferanten aus der Region zusammen. Neben Schwälbchen zählen dazu unter anderem die Konditorei Blum in Wiesbaden, die Fleisch- und Wurst-Manufaktur Eidmann in Bruchköbel sowie Schürger im Odenwald und Naturell-Gemüse-Frischwaren in Hanau. „Wir setzten auf die Wertigkeit eines regionalen und an die Saison ausgerichteten Speisenangebotes“, unterstreicht Buchczyk. Auch das sei, so Buchczyk, eine Form der Nachhaltigkeit. Von Schwälbchen bezieht er bereits seit 13 Jahren nahezu alle Molkereiprodukte. Die täglich rund 1.800 Tischgäste schätzen die regionale Frische des Angebotes und nehmen es durchaus in Kauf, wenn das ein oder andere Produkt saisonbedingt mal nicht im Speisenplan auftaucht.

Lieferantentag schafft Transparenz

Um auf die regionale Herkunft vieler Produkte im Angebot aufmerksam zu machen, hat der Gastronomiechef bereits vor fünf Jahren einen Lieferantentag ins Leben gerufen. An dem alle zwei Jahre stattfindenden Aktionstag präsentieren sich alle Hersteller der Deutschen Bundesbank mit ihrem Produktportfolio. „Das schafft Transparenz und Vertrauen“, weiß der Gastronomiemanager. Im vergangenen Jahr kamen rund 2.500 Gäste, um sich über die Lieferanten der Küche zu informieren. Die Schwälbchen-Auszeichnung sei ein weiterer Baustein, um den hohen Anspruch der Gastronomie gegenüber dem Gast zu transportieren.

Schwälbchen-Zertifikat steht für Regionalität

Das Schwälbchen-Zertifikat „Hand in Hand für unsere Region“ erhalten nur Gemeinschaftsverpfleger, die schon seit längerem und regelmäßig die regionalen Produkte beziehen. „Alles andere wäre wenig glaubwürdig gegenüber dem Tischgast“, betont Geschäftsführer Satter. Neben einer Urkunde erhalten die Betriebe mannsgroße Aufsteller sowie sogenannte Kuhplakate, auf denen genau zu sehen ist, aus welchen Regionen die Milch kommt. „Schwälbchen hat 95 Prozent Vertragslandwirte, somit kennt man die Bauern gut“, sagt Satter. Ihre Milchviehbetriebe sind unter anderem heimisch in der Wetterau, im Odenwald und im Vogelsbergkreis. „Die Verbraucher legen sehr viel Wert auf Regionalität, deshalb sollte jeder GV-Profi sein regionales Angebot an den Tischgast kommunizieren“, ist der Geschäftsführer überzeugt.

Frischdienst mit Tradition

Schwälbchen Frischdienst hat seinen Hauptsitz in Mainz und beschäftigt rund 300 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr feierte das Mutterunternehmen sein 75-jähriges Firmenjubiläum. Gestartet als Molkerei im hessischen Bad Schwalbach hat sich der Hersteller über die Jahre hin auch zu einem starken Partner für Gastronomie und Großküchen entwickelt. Schwälbchen Frischdienst beliefert heute als Vollsortimenter Küchen in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg.
www.schwaelbchen-frischdienst.de




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