Euroforum in Wiesbaden zu Thema Chilled Food

Rund 3 Mrd. Euro geben die Deutschen nach Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) pro Jahr für Chilled Food aus. Für Hersteller und Händler bietet das Marktsegment vielversprechende Erträge. Experten rechnen mit Spannen von 30 bis 60 % und mehr. Die gesellschaftlichen Veränderungen wie schnellere Lebensrhythmen, kleine Haushalte, höhere Lebenserwartung, das Streben nach Gesundheit und die wachsende Mobilität führen dazu, dass die Nachfrage nach gesunden und natürlichen Fertigprodukten steigt. Auf der Euroforum-Konferenz ’Chilled Food’ am 28. und 29. Mai 2008 in Wiesbaden informieren nationale und internationale Hersteller und Händler unter anderem über Gesundheits- und Biotrends im Chilled-Food-Markt, Verbraucherwünsche und logistische Herausforderungen bei Frische-Produkten.



Nicole Scherzer (REWE Group Austria) erläutert die Entwicklung der Frische-Fertigprodukte und stellt das Konzept des österreichischen Marktführers ’Chef Menü’ vor. Auch das Schweizer Handelsunternehmen Coop setzt auf das Chilled-Food-Konzept. Fabian Schneider (Coop Schweiz) berichtet über die Partnerschaft zwischen Betty Bossi, früher ein Kochbuchverlag, und der Coop, die bisher über 500 frische Fertigprodukte entwickelt hat.



„Qualität, Geschmack und Frische müssen sich bei Convenience-Produkten nicht ausschließen", erklärt Tim Hörnemann (tsunamisushibars). Wie die Zusammenarbeit zwischen Herstellern und dem Handel gestaltet werden muss, beantwort Hörnemann in seinem Vortrag. Tsunamisushibars ist der einzige Frisch-Sushi-Produzent Deutschlands, der seine Produkte ausschließlich über eine eigene Logistik abwickelt und somit die gesamte Kühlkette unter Kontrolle hat.



Essen mit viel Genuss, aber trotzdem gesund: diese Einstellung liegt im Trend. Über die erfolgreiche Verknüpfung des Gesundheits- und Convenience-Trends bei Smoothies und den kühlpflichtigen Frischesäften, berichten Jens Rösler (FSP Frischsaft Frische Produktionsgesellschaft) und Norbert Richter (Chiquita International). Ein traditioneller Anbieter von Convenience-Food, wie das auf Nudeln und Saucen spezialisierte Unternehmen Hilcona, ist auch Vorreiter im Chilled-Food-Markt. Hilcona produziert inzwischen 15 der 25 umsatzstärksten Markenprodukte in dem Segment. Die Bedeutung und Marktentwicklung von Bio-Produkten in dem Marktsegment beleuchtet Hans-Joachim Kolk (Hilcona Feinkost). Kolk zeigt am Beispiel frischer Bio-Pasta Zukunftstrends und Erfolgsaussichten der gesunden Fertigprodukte auf. Mit den Herausforderungen für Chilled Food in den neuen Convenience-Formaten beschäftigt sich Matthias Pape (Aral). Ob sich der Verbraucher von heute den ’Tante Emma-Laden’ zurückwünscht und Convenience Stores die Antwort auf moderne Verbraucherbedürfnisse sind, beantwortet Thomas Kern (Lekkerland).



www.euroforum.de/pv-food08

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