FCSI Kompetenzforum als Branchenevent etabliert

Gebannt lauschten die Teilnehmer am 1. FCSI Kompetenzforum, das vom 6.-8. Juni 2010 stattfand, den hochkarätigen Referenten.

Rund 120 Gäste, Berater und Planer, aber auch zahlreiche Hoteliers hatten sich im Kölner Maritim eingefunden, um sich mit zukunftsweisenden Themen zu beschäftigen. Dass sie vor „vollem Haus“ sprechen konnte, erfreute die Hauptgeschäftsführerin des Dehoga, Ingrid Hartges, auch wenn ihr die Politiker der Domstadt als Erfinder der „Bettensteuer“ eher ein Dorn im Auge sind. Dankbar nahm sie das Angebot von FCSI-Präsident Martin Rahmann zu einem engeren Schulterschluss der Verbände und eine weitere Unterstützung für die Absenkung der Mehrwertsteuer auch für die Gastronomie an.

Zu den ungelösten Problemen der Branche gehört die Unternehmensnachfolge. Der kritische Blick auf die Kinder, deren Stärken und Schwächen, fällt manchmal schwer, so Ulf Hägermann FCSI. Der vereidigte Sachverständige und Unternehmensberater ist regelrecht erschrocken, wie oft die Nachfolgeproblematik verdrängt wird – und schließlich hat man doch alles finanziellen Reserven in den Betrieb gesteckt, der dennoch nicht mehr so laufen will wie früher. Ein heißes Eisen: das Thema Sanierungen. Für Treugast CEO Stephan Gerhard eine Herausforderung, die man nicht nur mit klassischen Instrumenten lösen kann. Der Schwabe, der einst mit der Mittelstandsberatung seine Gesellschaft begründete, benennt klar die Anzeichen für Sanierungsbedarf: am Innovationsstau, Liquiditätsengpässen und schlechten Kennzahlen. „Doch wenn ich die noch nicht einmal kenne, wie soll ich darauf reagieren?“ fragte Stephan Gerhard FCSI zu Recht.

Mangelnde Kenntnis der eigenen Zahlen kritisierte auch der Keynote-Sprecher Mario Kerner, stellvertretender Vorstand der Sparkasse Burgenlandkreis. Die wesentlichen Gründe für ein Scheitern von Gründungsvorhaben im Gastgewerbe sind aus Sicht von Mario Kerner zu wenig Eigenkapital und zu positive, „schön gerechnete“ Prognosen im Konzept.

Nicht nur die abschließende Diskussionsrunde machte deutlich, warum man gerade heute nicht an Beratung sparen darf. Gut beraten ist, wer sich in den Reihen des FCSI umsieht. Die professionellen Mitglieder, Berater und Planer, sind Spezialisten ihres Fachs, wie Martin Rahmann betonte.

Die begeisterte Resonanz der Gäste bestätigt den Vorstand des FCSI Deutschland-Österreich e.V., das Kompetenzforum zur festen Einrichtung werden zu lassen.

www.fcsi.de

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