Zentrag

Fleischkonsum in D stabil, solides Jahr für Fleischerhandwerk

Stabile Verhältnisse: Das deutsche Fleischerhandwerk hat sich im vergangenen Jahr auf gutem Niveau behaupten können, meldet die Zentrag – die Zentralgenossenschaft des europäischen Fleischergewerbes. Trotz teilweise erheblichen Preisverfalls konnte die Branche im Jahr 2015 einen Umsatz von rd. 16,32 Mrd. € erwirtschaften – ein hauchzartes Plus zum Vorjahr von 0,1 %. Davon entfielen auf den Bereich Thekenverkauf 10,5 Mrd. €, auf Catering/Partyservice 1,6 Mrd. € und auf das Liefergeschäft 1,4 Mrd. €.
 
54 % der Fleischerbetriebe gaben an, dass ihre Umsätze 2015 gestiegen seien, bei 28,1 % ist der Umsatz gleich geblieben, bei 17,9 % ist er gesunken. Mit Party-Service und Imbiss/Heiße Theke werden insgesamt 19,3 % der Umsätze erwirtschaftet – leichter Minustrend (-0,3 %) bei Party-Service, leichtes Plus (1,5 %) bei bei Imbiss/Heiße Theke.
 
Zugute kam dem Sektor ein ruhiges Jahr – frei von Störeinflüssen wie Lebensmittelskandalen. Das Wettbewerbsumfeld war jedoch weiterhin geprägt vom anhaltenden Veränderungs- und Konzentrationsprozess im Lebensmitteleinzelhandel. Zum hiesigen Fleischerhandwerk gehören aktuell 13.559 eigenständige Fleischerbetriebe mit 9.150 Filialen, dazu kommen rund 5.000 Verkaufsmobile. Damit verfügt das Fleischerhandwerk über mehr Outlets als die Discounter Aldi, Lidl, Netto und Penny zusammen (rd. 14.400).
 
Stabil zeigte sich 2015 auch der Pro-Kopf-Fleischverzehr in Deutschland mit 60,6 kg (Vorjahr 60,4 kg). Trotz eines kleinen Rückgangs von 300 g war Schweinefleisch auch im vergangenen Jahr mit 38,0 kg unangefochtener Spitzenreiter beim Fleischverzehr. Auch beim Geflügelfleisch hielt sich der Anteil 2015 bei einem konstanten Verbrauch von 11,6 kg (+100 g). Ähnlich geblieben ist ebenfalls der Konsum von Rind- und Kalbfleisch, er liegt bei 9,1 kg (+200 g).
 
Die Ausgaben für Bio-Fleisch lagen 2015 bei insgesamt 167,5 Mio. € (+20,5 % zum Vorjahr; Quelle GfK). Rund 1,5 % der Bundesbürger verzichten grundsätzlich auf Fleisch, 4 % sind Vegetarier; 34 % zählen zur Gruppe der Flexitarier.
 
Diesbezüglich sieht Anton Wahl, Vorstandssprecher der Zentrag eG, im grundsätzlich traditionell ausgerichteten Qualitäts- und Handwerksverständnis der Fleischer-Fachbetriebe einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil: „Gerade beim Fleischkauf setzt der Verbraucher verstärkt auf Verlässlichkeit, Qualitätsgüte, Regionalität, Produktverantwortung und nicht zuletzt auf Geschmack. Dies sind alles Kernfaktoren, die das Fleischerhandwerk vorbildlich erfüllt.“
 
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