Lutz Convenience Food

Fleischwarenhersteller geht in die Knie

Am heutigen Mittwoch hat Lutz Convenience Food beim Amtsgericht Augsburg Insolvenz angemeldet. Eine entsprechende Meldung der Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe) wurde inzwischen bestätigt. Nach Informationen der LZ stand das Unternehmen mit Sitz in Landsberg am Lech, das unter anderem Einzelhändler wie Aldi, Lidl, Edeka und Rewe beliefert, bereits seit einiger Zeit ganz oder in Teilen zum Verkauf.
Betroffen sind 850 Mitarbeiter an diversen Standorten in ganz Deutschland. Werner Wolf, seit Anfang des Jahres Geschäftsführer bei Lutz, wird mit den Worten zitiert: „Das Steigen der Schweinepreise hat uns den Rest gegeben.“ Denn in der Wurstbranche machten die Rohstoffkosten 70 % der Kosten aus.

Vergangenes Jahr erzielte das 1891 als Metzgerei gegründete Unternehmen, zuletzt zu Vion Food gehörig und seit 2014 im Besitz der Münchner Beteiligungsgesellschaft Paragon sowie der beiden Ex-Fleischunternehmer Jürgen Abraham und Norbert Barfuß, Umsätze von rd. 300 Mio. €. Im Jahr 2014 wurde der Umsatz noch mit 435 Mio. € angegeben. Neben sieben Produktionsstätten verfügt Lutz (Marken u.a. Lutz, Artland, Quisit) auch über mehrere Frischecenter und Fleischmärkte.

Auf der fleischverarbeitenden Industrie lastet Branchenkennern zufolge erheblicher Margendruck, die Entwicklung wird teilweise als dramatisch bezeichnet. Steigende Kosten hätten nicht mehr im nötigen Umfang weitergegeben werden können.

www.lutz-fleischwaren.de

www.lebensmittelzeitung.net



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