Katjes

Fruchtgummis aus dem 3D-Drucker

Am 28. August bringt der deutsche Fruchtgummihersteller Katjes nach eigenen Angaben den weltweit ersten lebensmittelzertifizierten 3D-Printer für Fruchtgummi auf den Markt. In der ‚Magic Candy Factory by Katjes‘ im Katjes-Café Grün-Ohr in Berlin Mitte, können Berlin Touristen und Fruchtgummi-Liebhaber innerhalb von 5 Minuten ihre eigene Katjes-Süßigkeit kreieren. Bisher stehen dem Kunden dazu 10 verschiedene Formen zur Auswahl, sowie diverse Farb- und Geschmackskombinationen. Alle ‚customized‘ hergestellten Fruchtgummis aus schnelltrocknendem Weingummi-Grundstoff sind vegan und ausschließlich mit natürlichen Frucht- und Pflanzenextrakten und ohne tierische Gelantine hergestellt.

 

Experten sind sich einig: der 3D-Drucker leitet die dritte industrielle Revolution ein. Die Möglichkeit, dass bald jeder an jedem Ort und zu jeder Zeit das Produkt seiner Begierde individuell und auf seine Wünsche zugeschnitten ausdrucken kann, wird die Welt verändern. In der Automobilindustrie, Medizin, Kunst oder Spielwarenproduktion hält die Technik bereits in großen Schritten Einzug.

 

Aber auch für die Lebensmittelindustrie und Gastronomiebranche gewinnt der 3D-Druck zusehends an Relevanz.  So präsentierte etwa der italienische Nudel-Weltmarktführer Barilla auf der diesjährigen Expo in Mailand den dreidimensionalen Nudel-Printer, der die Produktion von individuell designter Pasta ermöglicht. Jüngstes deutsches Beispiel kommt mit Katjes aus der Süßwarenbranche.

 

Die Technik hinter der Magie: Das System der Magic Candy Factory basiert auf dem Verfahren der FDM (Fused Deposition Modeling). Dabei wird eine Spezialmischung aus natürlichen Zutaten erwärmt und anschließend mittels einer geeigneten Düse aufgebracht, sodass unterschiedliche Formen und einzigartige Kombinationsmöglichkeiten entstehen. Jede hergestellte Form wurde vom Katjes-Team mithilfe einer 3D-Modellierungssoftware entwickelt und anschließend in einen Code umgewandelt, der dem Drucker mitteilt, wo er die einzelnen Schichten mit welcher Geschwindigkeit und Häufigkeit aufbringen soll.

 

Katjes konnte für das Projekt die britische Unternehmerin Melissa Snover gewinnen, die früher selber ein Unternehmen für allergiefreie Weingummi besaß und seit Anfang des Jahres an der Konzeption des 3D-Druckers arbeitete. Die Ziele sind hoch gesteckt, denn das Unternehmen strebt ein deutliches Wachstum im globalen Segment ‚erlebbarer‘ Süßwaren an, so Bastian Fassin, Managing Director der Katjes Fassin GmbH & Co. KG. Die Druckstationen sollen bald an weiteren Touristenattraktionen, in Kaufhäusern und Freizeitparks stehen.

 

Das Katjes Café Grün-Ohr ist Katjes’ weltweit einziges und vegetarisches Café, im Herzen Berlins auf der Rosenthaler Straße 32 gelegen. Seit dem Sommer 2013 werden dort täglich selbstgebackene Cupcakes, frische Säfte, hausgemachte Yoghurt-Drinks und das gesamte Katjes Veggie-Sortiment geboten. Das Highlight des rosa-grünen Cafés im verspielten Vintage-Stil ist die gläserne Backstube, in der man die hauseigene Pâtissière bei ihrer Arbeit beobachten kann.

 

Die Muttergesellschaft Katjes Fassin GmbH & Co. KG kommt nach Branchenangaben auf etwa 200 Mio. € Umsatz und rangiert auf Platz 3 hinter Haribo und Storck im deutschen Süßwarenmarkt. Katjes International bringt es zudem auf 146 Mio. € Umsatz.

 

www.katjes.de



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