BHS tabletop

Großaktionäre planen Anteils-Verkauf

Man prüfe die Veräußerung der Anteile von insgesamt knapp 83 % an der BHS tabletop AG, Selb, heißt es von den drei Großaktionären Munich Re, Deutsche Bank und WMF. Einzelheiten der Verkaufspläne wurden seitens der Großaktionäre jedoch bisher nicht bekannt gegeben. Den Tabletop-Spezialisten aus Oberfranken, der mit den Marken Bauscher, Schönwald, Tafelstern und den Vertriebstöchtern John Artis (UK) und BauscherHepp (USA) in den Außer-Haus-Markt-Segmenten Gastronomie, Hotellerie, Mitarbeiterverpflegung und Krankenhäuser aktiv ist, trifft diese Veränderung in einer Aufschwung-Phase.

Die Überlegungen der Großaktionäre stehen im Zusammenhang mit der Überprüfung von geschäftlichen Aktivitäten innerhalb der Konzerne, lässt die Verkäuferseite verlautbaren.

Die Initiative der Großaktionäre, die die Entwicklung der BHS in den letzten Jahrzehnten sehr positiv begleitet haben, sind legitim und ein im Wirtschaftsleben normaler Vorgang, konstatiert man in Selb. Der Vorstand wird den Prozess im Sinne der Unternehmensinteressen der BHS tabletop AG begleiten.

Die Verkaufspläne der Großaktionäre erfolgen in einer Phase, in der die BHS nachhaltig profitabel wirtschaftet, weiter wächst und einen der weltweit erfolgreichsten Anbieter von Porzellan und Tabletop-Lösungen für alle Zielgruppen der Außer-Haus-Verpflegung darstellt.

Im Geschäftsjahr 2015 wies die BHS tabletop AG (1.154 Mitarbeiter, Stand 31.12.2015) ein zweistelliges Umsatzplus von 15 % auf 114,2 Mio. € aus (Vj. 99,3 Mio. €). Dieses deutliche Wachstum sei vor allem auf die in den vergangenen Jahren forcierte Internationalisierung zurückzuführen, betont man im Unternehmen. Zudem sorgten die Konsumlaune in Deutschland und die damit verbundene gute Konjunktur für ein stabiles Inlandsgeschäft.

Die zweistellige Umsatzsteigerung wurde von einem ebenfalls positiven Ergebnis begleitet: Das operative Ergebnis (EBIT) lag 2015 bei 5,5 Mio. €, gegenüber Vorjahr ein Plus von 17 %.

Dass die Gruppe eine gute Entwicklung vorweise, bescheinigt ausdrücklich Christian Strootmann, Vorstandsvorsitzender der BHS: „Wir sind 2015 auch organisch um 4 % gewachsen und haben den Umsatz in der BHS-Gruppe innerhalb von vier Jahren um über 30 Mio. € Umsatz steigern können. Diese erfreuliche Unternehmensentwicklung ist stark exportgetrieben und auf unser ausgefeiltes Geschäftsmodell, die hochmotivierte und qualifizierte Belegschaft sowie auf unsere technologische Exzellenz made in Germany zurückzuführen. Trotz des weiterhin extrem wettbewerbsintensiven Marktumfeldes ist die BHS kerngesund und hat sich vom reinen Porzellanhersteller zum anpassungsfähigen und innovationsgetriebenen Anbieter für Tabletop-Lösungen in allen Märkten der Außer-Haus-Verpflegung entwickelt.“

Auch in einer möglicherweise veränderten Eigentümerstruktur bekräftigt der Vorstand das Ziel der erfolgreichen Weiterentwicklung der BHS und rechnet mit keinerlei Auswirkungen auf das operative Geschäft, das sich in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres planmäßig und damit erfreulich positiv entwickelt.

www.bhs-tabletop.de


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