AB InBev

Hasseröder und Diebels gehen an Investor CKCF

Brauereiriese AB InBev vollzieht die angestrebte Trennung von den regionalen Biermarken Hasseröder und Diebels. Die beiden Traditionsbrauereien in Wernigerode und Issum gehen an den deutschen Finanzinvestor CK Corporate Finance (CKCF) aus dem hessischen Kronberg. Die Transaktion soll bis spätestens Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

"Durch den Verkauf können wir uns nun auf dem deutschen Markt voll auf die Weiterentwicklung unserer nationalen Marken Beck’s, Franziskaner und Corona fokussieren", wird AB-InBev-Deutschlandchef Harm van Esterik von der Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe) zitiert. Der Braukonzern hatte seine Trennungsabsichten bereits im Sommer 2017 kundgetan.

Das familiengeführte Investmentunternehmen CKCF ist in den Bereichen Unternehmensfinanzierung/Unternehmensverkäufe und -akquisitionen tätig und arbeitet mit mittelständischen Unternehmen, aber auch mit Großkonzernen und renommierten Finanzinvestoren zusammen.

Mit dem Kauf der Brauereien habe er sich einen Herzenswunsch erfüllt, teilte CKCF-Inhaber Daniel Deistler mit und kündigte an, den "etwas verstaubten Bier-Juwelen neuen Glanz verleihen" zu wollen.

Während beide Biere über eine hohe Markenbekanntheit und ein überaus positives Image verfügen, seien sie in der Vergangenheit etwas aus dem Fokus der Öffentlichkeit geraten, hält Deistler fest. Dies, obwohl Diebels nach wie vor das Altbier-Segment anführt und Hasseröder nicht nur einer der größten Pilsproduzenten in Deutschland ist, sondern auch Branchenprimus in den neuen Bundesländern. Daneben verfügt die Brauerei in Wernigerode über einen der modernsten Produktionsstandorte in ganz Europa. Hasseröder verkaufte im Jahr 2016 nach eigenen Angaben 2,1 Mio. hl Bier. Vier Jahre zuvor waren es noch 2,4 Mio. hl. Beide Brauereien zusammen stehen nach Medienberichten für Umsätze in der Größenordnung von 140 Mio. €.

Mit langfristigen Investitionen in die Biermarken und die Brauereistandorte plant die CKCF Unternehmensgruppe erklärtermaßen eine strategische Neuausrichtung, um nachhaltiges Wachstum zu generieren, Arbeitsplätze zu sichern und auszubauen. Dabei wird sie von bisherigen AB InBev-Führungskräften der beiden Traditionsbrauereien unterstützt.

www.ckcf.de

www.ab-inbev.de

stats