Geflügelwirtschaft

Initiative für mehr Transparenz in der Gastronomie

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG) setzt seine Initiative zur verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Geflügelfleisch in der Gastronomie fort.
Mit der Unterstützung von Köchen und Gastronomen aus ganz Deutschland und einer Petition von Verbrauchern soll die Politik dazu bewegt werden, für Transparenz auf der Speisekarte zu sorgen.

Was im Supermarkt längst selbstverständlich ist, gilt nicht für Restaurants, Kantinen oder Imbissbuden: Dort können die Gäste nicht nachvollziehen, woher das Grillhähnchen, Putensteak oder Entenbrustfilet kommt. Und das, obwohl mehr Geflügelfleisch außer Haus verzehrt wird als privat.

Dass die große Mehrheit der deutschen Verbraucher die fehlende Klarheit auf der Speise-karte bemängelt, zeigt eine aktuelle repräsentative Bevölkerungsumfrage von Kantar Emnid. Ganze 70 % der Befragten geben an, mit dem Informationsdefizit unzufrieden oder sehr unzufrieden zu sein. Zugleich zeigen die Verbraucher eine deutliche Bereitschaft, für Geflügelfleisch aus Ländern mit hohen Haltungsstandards einen höheren Preis zu bezahlen. Für 74 % der Befragten ist bei der Entscheidung für ein Geflügelgericht das Kriterium Herkunftsland sogar wichtiger als der Preis. 79 % würden für Geflügel aus Deutschland – sofern in der Gastronomie entsprechend gekennzeichnet – mehr Geld ausgeben, meldet der Verband.

Das Recht der Verbraucher auf Information unterstützt die deutsche Geflügelwirtschaft mit einer Online-Petition (Geflügel-Charta.de/Petition) und einer Info-Tour durch elf Großstädte. „Als deutsche Geflügelwirtschaft möchten wir, dass das wichtige Verbraucher-recht auf Information erfüllt wird und dass man unsere hohen Standards auch erkennen kann“, sagt ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke.

Neben der Unterschriftensammlung werben zusätzlich Köche und Restaurantbetreiber, die bei der Kennzeichnung der Herkunft des Geflügelfleisches freiwillig vorangehen, auf Großflächenplakaten in den größten Städten Deutschlands und in Zeitungsanzeigen für die Initiative.

www.Geflügel-Charta.de


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