Karl Winterhalter feiert 90. Geburtstag

Der Grandseigneur der deutschen Spültechnik, Karl Winterhalter, feiert am 24. November 2001 seinen 90. Geburtstag. "Angefangen habe ich nach dem Krieg mit Waffeleisen, Heizgeräten und der 'Backhexe', einem Elektro-Ofen für den Haushalt. Meine Frau und ich sind damit übers Land gefahren und haben die Geräte an Bauern verkauft. Auf einer Haushaltsmesse habe ich dann zum erstenmal eine Spülmaschine gesehen. Von da an hat mich die Spültechnik nicht mehr losgelassen", so Karl Winterhalter.

Der in Endingen geborene Sohn einer Gastwirtfamilie entdeckte schon in der Kindheit und Jugend seine technischen Talente. Er baute sein eigenes Spielzeug. 1932 begann der Feinmechaniker sein Studium in Elektrotechnik am Staatstechnikum in Karlsruhe. In einer Baracke, im Garten seines Windhager Hauses begann der Tüftler 1947 aus Kriegsschutt das herzustellen, was man in den zerstörten Haushalten brauchte. Bald waren es sieben Mitarbeiter. Frau Gerda überwachte die pünktliche Erledigung der Aufträge: Petroleumlampen, Bügeleisen, Schnellkochtöpfe, Waffeleisen u.v.m. 1949 brachte die 'Backhexe' endlich den Durchbruch. 1954 auf einer Freiburger Verbrauchermesse entdeckte Karl Winterhalter die erste Geschirrspülmaschine aus der Schweiz. Ein Propeller am Boden eines großen Topfes wirbelte dabei das Spülwasser um das Geschirr; eine neue, interessante Idee.

"Obwohl mein Modell noch nicht produktionsreif war, fuhr ich auf eine Messe. Im Katalog habe ich mich unter den Rubriken 'Friteusen' und 'Spülmaschinen' eintragen lassen. Als dann während der Messe laufend Anfragen nach Spülmaschinen kamen, wusste ich, jetzt kann ich loslegen. Von da an ging es steil bergauf."

Seit der Unternehmensgründung im Jahr 1947 beschäftigt sich Winterhalter nunmehr über 50 Jahre mit dem Thema gewerbliches Spülen. Vom mittelständischen Familienbetrieb hat es sich zum international tätigen, inhabergeführten Industrieunternehmen entwickelt.

www.winterhalter.de


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