Transgourmet

Kommt im deutschen Foodservice-Markt voran

Transgourmet meldet für 2015 ein Plus von 7,4 % auf mehr als 3,5 Mrd. € Brutto-Umsatz im Inland und hat im umkämpften deutschen Foodservice-Geschäft damit die höchsten Zuwachsraten der Branche erreicht. Dies berichtet die Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe) auf ihrer Online-Plattform. Der Zustell- und Abhol-Spezialist ist vergangenes Jahr sowohl organisch als auch durch Zukäufe gewachsen.
Zu den Übernahmen 2015 zählten die Zustellprofis EGV Unna, Sump & Stammer sowie der C+C-Anbieter Frischeparadies. Flächenbereinigt konnte Transgourmet um mehr als 2 % zum Vorjahr zulegen. "Unser Deutschland-Geschäft entwickelt sich erfreulich", lobte denn auch Joos Sutter, Chef der Coop Schweiz, zu der Transgourmet gehört.

Dagegen wies C+C-Marktführer Metro für das Geschäftsjahr 2014/15 (30.9.) ein Umsatzminus von 1,7 % aus. Für das 1. Quartal des neuen Geschäftsjahres wurden keine Umsatzzahlen mehr fürs Inland ausgewiesen. Im Bestreben, im Wachstumsmarkt Zustellgeschäft verstärkt Fuß zu fassen, hat Metro seinerseits jetzt den Zustelldienst Rungis express erworben. In der Vergangenheit gehörte Rungis schon einmal zu Metro, wurde aber 1998 im Zuge der Konzentration aufs Kerngeschäft aussortiert.

Insgesamt steht Transgourmet CEE (Central and Eastern Europe) als Zustell- und Abholspezialist in Deutschland, Polen, Rumänien und Russland für 5,3 Mrd. € Brutto-Umsatz. Als schwierig werden die Rahmenbedingungen in Osteuropa beschrieben. Vor allem in Russland büßte die Tochter der Transgourmet Holding aufgrund hoher Währungsverluste des Rubel und der Rezession 10 % Umsatz ein. In Rubel und auch flächenbereinigt sei man hingegen gewachsen.

Als Zustellspezialist für Gastronomie, Care und Betriebsgastronomie versorgt Transgourmet in Deutschland seine Kunden über 15 nationale Standorte, hinzu kommen 44 Selgros C+C Standorte und 3 Transgourmet C+C Märkte. Weitere Abholmärkte stehen in Polen (15), Rumänien (19) und Russland (8). Zum Unternehmen gehört mit Transgourmet Seafood ein Logistik- und Schulungszentrum für Frischfisch und Seafood in Deutschland mit Standort in Bremerhaven.

"Wir verdienen in jedem Land Geld und sehen in Osteuropa nachhaltiges Potenzial", unterstrich Sutter. So startete der Konzern 2015 in Polen auch mit Zustellung und lege nun "jeden Monat gut zweistellig zu".

Die Transgourmet-Gruppe mit Sitz in Basel ist außerdem mit eigenen Gesellschaften in der Schweiz und in Frankreich sowie neuerdings auch in Österreich aktiv. Mit dem Belieferungsgroßhandel und insgesamt 124 Cash+Carry-Märkten (+9) wurde ein Netto-Erlös von 7,5 Mrd. sfr erzielt (2014: 8,2 Mrd. sfr). Währungsbereinigt lag das Umsatzplus bei 2,6 %, damit konnte die Position als zweitgrößtes Unternehmen im europäischen Liefer- und Abholgroßhandel weiter ausgebaut werden, heißt es.

Insgesamt erwirtschaftete die Muttergesellschaft Coop 2015 mit Einzel- und Großhandel/Produktion Erlöse von 25,9 Mrd. sfr. Zum Jahresende zählte die Gruppe insgesamt 2.213 Verkaufsstellen.

www.transgourmet.com

www.transgourmet-cee.de

www.coop.ch

www.lebensmittelzeitung.net




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