Metro

Konzern leitet Aufspaltung ein

Der Handelskonzern Metro konkretisiert seine Ende März öffentlich gemachten Aufspaltungspläne. Vorstand und Aufsichtsrat haben laut Metro-Mitteilung grünes Licht für entsprechende Maßnahmen gegeben: Zum Ende des Geschäftsjahres (30. September) soll die Trennung des Großhandels- und Lebensmittelbereichs vom Unterhaltungselektronikgeschäft organisatorisch vollzogen werden.
Die organisatorische Trennung des Großhandels- und Lebensmittelgeschäfts (Metro C+C und Real) vom Elektronikgeschäft (Media-Saturn) soll pro forma zum 30. September erfolgen. Die Aufteilung in die beiden noch namenlosen Unternehmen und die entsprechenden Börsenlistungen sollen wie bisher geplant Mitte 2017 stattfinden.

Für die Großhandels- und Lebensmittelgesellschaft soll der amtierende Metro-Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen B. Steinemann den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen; bei der Elektronikgruppe Metro-Aufsichtsratsmitglied Jürgen Fitschen. Als CEO der neuen Großhandels- und Lebensmittelgesellschaft fungiert Olaf Koch. CFO wird Christian Baier, bisher CFO Metro Cash & Carry.

"Mit der organisatorischen Trennung machen wir den ersten großen Schritt, einen international führenden Großhandels- und Lebensmittelspezialisten sowie den europäischen Marktführer für Unterhaltungselektronik-Produkte und Dienstleistungen zu schaffen. Die Entwicklung der vergangenen Monate bestärkt uns in unserer Überzeugung, dass beide Einheiten, die kaum operative Überschneidungen und Synergien aufweisen, eigenständig noch erfolgreicher sein werden", sagt Metro-CEO Olaf Koch.

Dabei soll das Unterhaltungselektronikgeschäft mit 10 % am Großhandels- und Lebensmittelgeschäft beteiligt werden. Letztere Gesellschaft soll Koch zufolge nahezu alle bestehenden Schulden der Unterhaltungselektronikgruppe schultern. Sie repräsentiert einen Umsatz von rd. 37 Mrd. €, erwirtschaftet in 35 Ländern, und ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 1,8 Mrd. €.

Der Umsatz von Media-Saturn, in 15 Ländern aktiv, beläuft sich auf 22 Mrd. € bei einem operativen Ergebnis von 0,7 Mrd. €.

www.metrogroup.de




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