McCain stellt sich in Europa neu auf

Der kanadische Tiefkühlkonzern McCain strafft seine Europa-Organisation. Schlüsselbereiche wie das Marketing werden jetzt zentral gesteuert.

Weltweit setzt die Gruppe 3,5 Mrd. € um, in 55 Fabriken arbeiten 20.000 Mitarbeiter. Ein Viertel der Umsätze entfällt auf Fingerfood, Saft und TK-Früchte, den Löwenanteil machen Kartoffelprodukte aus. Jährlich werden rund 5 Mio. t Kartoffeln verarbeitet. Die Nordamerikaner sind nach eigenem Bekunden globale Nummer eins bei Pommes Frites. Jede dritte Fritte kommt von McCain.

Europa unterteilt McCain in drei Absatzregionen: Großbritannien/Irland, Osteuropa/Nordafrika und Kontinental-Europa inklusive Deutschland. Von 630 Mio. € Umsatz in Kontinental-Europa entfällt je ein Drittel auf den Lebensmittelhandel, die Foodservice-Sparte sowie Quickservice-Restaurants.

In Kontinental-Europa hat McCain die Organisation gestrafft. Funktionen wie das Marketing werden in der Zentrale im französischen Lille zusammengeführt. Der Markenauftritt ist Länder-übergreifend vereinheitlicht. Die Verpackungen sind standardisiert, auch die Werbespots koordiniert das Hauptquartier. Unterschiedlich handhaben die Kanadier die Steuerung des Vertriebs in den Sparten. Während ein europäisches Account-Management im Großverbrauchergeschäft den Verkauf an Top-Kunden wie McDonald's koordiniert, bleibt der Vertrieb im LEH Ländersache.

Etwa ein Viertel der 340 Mio. € Handelsumsatz mit TK-Kartoffelprodukten in Deutschland entfällt auf McCain. Inklusive Großverbrauchergeschäft erzielt man rd. 150 Mio. € Umsatz.
 http://www.mccain.com/

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