Mehr Bier aus immer weniger Sudhäusern

Bereits 73,6 % des weltweit gebrauten Bieres kommt aus nur mehr 20 Brauereiunternehmen. Das geht aus dem in der Vorwoche erschienenen Barth-Report hervor, mit dem das weltgrößte Hopfenhandelshaus jährlich den Weltbiermarkt dokumentiert.

Die größte Bewegung ist wie schon in den vergangenen Jahren in China zu sehen: In rund eineinhalb Jahrzehnten hat sich dort der Bierausstoß verfünffacht. Mit 351,5 Mio. hl hat die Volksrepublik die klassischen Biernationen USA und Deutschland weit abgehängt. Dementsprechend finden sich unter den 20 größten Brauereiunternehmen der Welt heute vier chinesische (mit Minderheitsbeteiligung westlicher Konzerne) - außer Tsingtao sind alle auf Auslandsmärkten weit gehend unbekannt.

An der Spitze der Weltrangliste großer Brauereien steht Inbev mit 13,1 % Weltmarktanteil – 2003, bei der Formierung der Gruppe aus der belgischen Interbrew und der brasilianischen Ambev, waren es erst 11,2 % gewesen.

Der in London gelistete, aber aus Südafrika geführte Konzern SAB-Miller auf dem zweiten Platz hat Anheuser-Busch klar abgehängt, auch wenn deren Markenfamilie 'Budweiser/Bud/Bud Light' weiterhin weltweit die höchsten Verkaufszahlen hat.

Obwohl der Weltbiermarkt extrem rasch wächst (+6 %), gibt es in den entwickelten Märkten der EU und der USA nur bescheidenes Wachstum bei anhaltenden Überkapazitäten.
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