Nestlé

Neues Werk für Kaffeekapseln eingeweiht

Im Schweizer Städtchen Romont hat der Nahrungsmittelkonzern Nestlé vergangene Woche ein neues Produktionszentrum für Nespresso-Kaffeekapseln eingeweiht. Investiert wurden in den dritten Nespresso-Standort in der Schweiz rd. 300 Mio. sfr.
 
Anlässlich der Eröffnung sagte Nestlé-Chef Paul Bulcke, wertmäßig exportiere die Schweiz mehr Kaffee als Schokolade und Käse zusammen.
 
Produziert werden in Romont neben den klassischen Nespresso-Kapseln auch Kapseln für die neueste Linie VertuoeLine – die Maschine wurde 2014 in den USA und Kanada eingeführt. Der Markt für portionierten Kaffee sei in Nordamerika inzwischen auf mehr als 5 Mrd. $ gewachsen, so die Auskunft.
 
Die Kaffeekapsel ist eine der großen Erfolgsgeschichten des Nestlé-Konzerns, der zuletzt weltweit 91,6 Mrd. sfr Umsatz erzielte. Die Tochtergesellschaft Nespresso SA betreibt in etwa 60 Ländern Nespresso-Boutiquen – oft mit integriertem Café. Schätzungen zufolge dürfte Nespresso zum Konzernumsatz mehr als 4 Mrd. sfr beigetragen haben - mit interessanten Margen. Allerdings hat der immense Erfolg mit den bunten Alu-Kapseln auch Nachahmer angelockt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativprodukte, die in Nespresso-Maschinen passen – aller Versuche des Konzerns zum Trotz, die Kopierer mit technischen und juristischen Mitteln auf Abstand zu halten.
 
Nespresso setzt derweil weiterhin auf die Exklusivität der Premium-Marke, die ihre Kapseln ausschließlich direkt und nicht über den LEH vertreibt. Der Umsatz mit den Alu-Döschen soll im ersten Halbjahr 2015 weltweit weiter gestiegen sein, ist zu hören, wenn auch nicht mehr mit den gewohnten Zuwachsraten. Vor allem in Nordamerika und in den Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas sieht man noch gute Wachstumschancen.
 
www.nespresso.com
 
 
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