Metro C+C

Neues Zustellkonzept soll Foodservice-Geschäft voranbringen

Vorstoß: Mit einem konzeptionell neu aufgestellten Zustellkonzept will Metro im professionellen Foodservice-Markt Land gewinnen. Der Konter gilt den Großen des Zustellhandels, allen voran Chefs Culinar, aber auch Transgourmet: Der Wettbewerber hat kürzlich seine Vertriebslinien Selgros C+C und Transgourmet (Foodservice) verschmolzen.

Der C+C-Marktführer zielt mit dem neuen, jüngst von Metro Deutschland-Chef Axel Hluchy und Richard Hesch, Geschäftsführer Belieferung & Multichannel, vorgestellten Zustellkonzept Food-Service Distribution (FSD) speziell auf Kunden aus dem Großverbrauchergeschäft wie Kantinen und Großküchen.

Die Düsseldorfer haben dafür im Zustell-Depot Weiterstadt eine Mannschaft mit 65 Spezialisten aufgebaut, die mit einem erweiterten Sortiment und überarbeiteten, stärker am Wettbewerb ausgerichteten Preisen neben den Horeca-Kunden auch das neue Geschäftsfeld angeht. Eine Übertragung des Konzeptes auf weitere Standorte ist nach Unternehmensangaben zukünftig denkbar.

Bislang erzielt Metro C&C lediglich 295 Mio. von insgesamt 5.459 € Umsatz im Zustellgeschäft. Wohlgemerkt: Ein Großteil der Abhol-Umsätze verdankt sich dabei nicht etwa Kunden aus dem Horeca-Spektrum, sondern Gewerbetreibenden anderer Branchen wie Anwalts- oder Arztpraxen. Ausschließlich via Zustellung holt Chefs Culinar dagegen 1.714 Mio. €, Intergast folgt mit 1.294 Mio. € (etwa die Hälfte der Gesamterlöse). An dritter Stelle in dieser Disziplin: Transgourmet Deutschland mit 1.234 Mio. € Zustell-Umsätzen von insgesamt 2.945 Mio. € (alle Daten: Trade-Dimensions). Im Fokus der Zusteller stehen Großabnehmer aus dem gesamten Foodservicemarkt, Gemeinschaftsgastronomie samt Care-Sektor inbegriffen.

Um hier Land zu gewinnen, hat Metro das Zustellkonzept umgekrempelt. "FSD entkoppelt das Belieferungsgeschäft von C+C." Meint: Die Kommissionierung findet nicht über den dem Depot angeschlossenen C+C-Markt statt. Schnelldreher kommen nun aus dem Depot in Weiterstadt, während Langsamdreher im Zentrallager Hamm zusammengestellt werden. Überdies will Metro die Belieferung mit eigener Lkw-Flotte wieder selbst in die Hand nehmen. Neu ist auch, dass von Weiterstadt aus Kunden von Metro C+C und Schaper gemeinsam beliefert werden.

FSD arbeitet mit einem fokussierten Sortiment von rund 5.000 Artikeln. Dies decke rd. 95 % des aktuellen Belieferungsumsatzes ab und soll perspektivisch auf 8.000 Produkte erweitert werden, heißt es seitens Metro.

www.metrogroup.de

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