Niederländische Wirtschaftsdelegation besucht Deutschen Fachverlag

Am Montag hat eine 120-köpfige niederländische Wirtschaftsdelegation in Hessen ihre Deutschlandreise angetreten. Zum Auftakt der dreitägigen Delegationsreise war der Topsektor Agrarwirtschaft, Lebensmittelindustrie und Gartenbau mit 22 niederländischen Unternehmern in Begleitung von Ministerin Lilianne Ploumen (Außenhandel und Entwicklungshilfe) zu Gast im Deutschen Fachverlag – zum Erfahrungsaustausch, Match-Making und Networking.
 
Während das niederländische Königspaar heute in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck zusammentraf, war die niederländische Wirtschaftsdelegation ihrem geografischen Ziel schon einen Schritt näher. Denn das Ziel dieses Besuchs lautet Süddeutschland. Insbesondere mit den wirtschaftsstarken Regionen des wichtigsten Handelspartners Deutschland will man die Zusammenarbeit intensivieren. Schließlich stehen die südlichen Bundesländer als Abnehmer  niederländischer Produkte noch weit hinter dem größten Abnehmer Nordrhein-Westfalen zurück. Deshalb stehen die Bundesländer Hessen und Baden-Württemberg nun auf dem aktuellen Reiseplan der Wirtschaftsdelegation. Das frisch gekrönte Königspaar Willem & Máxima wird direkt im Anschluss an ihren Berlin-Besuch zu den Unternehmern dazustoßen.
 
Für den Sektor Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau stand am Montag ein Seminar und Networking-Event im Deutschen Fachverlag auf dem Programm. Begrüßt wurden Außenhandelsministerin Lilianne Ploumen, die 22 niederländischen Unternehmer und Botschaftsvertreter durch den DFV-Aufsichts-Vorsitzenden Klaus Kottmeier und Geschäftsführer Sönke Reimers – in niederländischer Sprache. Darauf ergriff Ministerin Ploumen das Wort und legte das Anliegen der Delegation dar: „Die Wirtschaftsbeziehungen sollen noch enger werden – nicht nur im Handel, auch in puncto wissenschaftlicher Kooperation.“ Schließlich gingen Trends und Entwicklungen in Deutschland und der Niederlande in die gleiche Richtung: „Wir brauchen Nachhaltigkeit, Innovation, Qualität, Lebensmittelsicherheit und Maßnahmen gegen die Verschwendung.“ Bereits seit einigen Jahren verfolge man in den Niederlanden den sogenannten ‚Triple-Helix-Approach‘: Wirtschaft, Regierung und Wissenschaft ziehen an einem Strang und treiben die Innovation voran, führte die Ministerin im Pressegespräch mit Redakteuren des DFV aus.
 
In drei parallelen Round-Table-Runden wurde anschließend über die Themen Nahrungsmittelqualität sowie -sicherheit,  Verwertung von Restströmen und Konsumverhalten diskutiert. Die Diskussionsleitung übernahmen mit Prof. Matthias Horst, Ton van Arnhem (Botschaftsrat für Landwirtschaft) und Dr. Wolfgang Adlwarth (GfK)Experten des jeweiligen Fachs.  


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