Metro Group

Plant Zweiteilung des Konzerns

Die Metro Group will den Handelskonzern in zwei unabhängige börsennotierte Unternehmen aufteilen. Dabei sollen die Lebensmittel-Händler Metro C+C und Real vom Elektronikhändler Media-Saturn abgetrennt werden. Vorstand und Aufsichtsrat müssen dem Vorhaben erst noch zustimmen.
"Die Bildung zweier eigenständiger Unternehmen wäre der logische nächste Schritt in der Transformation unseres Unternehmens für mehr Wachstum, Kundenorientierung und unternehmerisches Handeln", so Metro-Chef Olaf Koch in einer am heutigen Mittwoch veröffentlichten Unternehmensmitteilung.

Ziel sei es, jeder der beiden Gesellschaften und deren Management die volle Kontrolle über die eigene Strategie zu geben. Demnach soll eigenständig etwa über Akquisitions- und Kooperationsmöglichkeiten entschieden werden können. Ohnehin gebe es zwischen den Unternehmen "nur sehr wenige operative Überschneidungen und sehr wenige Synergien", heißt es weiter.

Die Aufteilung soll durch einen Spin-Off von Metro Cash & Carry sowie Real und den dazugehörigen Aktivitäten von der aktuellen Metro Group erfolgen. Daraufhin soll sich dann die ehemalige Metro AG unter neuem Namen vollständig auf den Sektor Unterhaltungselektronik konzentrieren, so der Plan.

Die Abspaltung ist für Mitte 2017 angestrebt. Das Großhandels- und Lebensmittelgeschäft soll dann bei Olaf Koch verbleiben, während Peter Haas, Mitglied des Metro-Vorstands und CEO von Media-Saturn, die Führung der Consumer Electronics Group übernehmen soll.

Von den Konzernumsätzen der Gruppe (59,2 Mrd. € im Geschäftsjahr 2014/15) entfallen knapp zwei Drittel auf das Lebensmittelgeschäft, der Rest auf den Elektronikbereich.

Metro-Großaktionär Haniel zeigte sich bereits mit dem Vorhaben einverstanden. "Wir begrüßen die strategische Entscheidung", erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Auch an der Börse kamen die neuen Pläne gut an. Unmittelbar nach der Verkündung macht die Aktie einen Sprung von rund 8 % nach oben.

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