Rosenthal ist gerettet

Der italienische Besteck- und Töpfe-Hersteller Sambonet Paderno übernimmt die deutsche Porzellanmarke Rosenthal. „Die Unternehmen passen hervorragend zusammen. Beide sind ausgerichtet auf Design, Innovation, Qualität und Kunden“, so Sambonet-Vorstandsvorsitzender Pierluigi Coppo bei seinem Besuch in Selb gestern. Geschirr von Rosenthal und Küchenartikel von Sambonet ergänzten sich sowohl in der Gastronomie als auch im Einzelhandel, das eine der wichtigsten Botschaften. Für die Rosenthal-Mitarbeiter und Kunden gilt: Alle Standorte bleiben erhalten, auch wird wieder investiert. Rund 19 Mio. € sollen die Italiener als Barmittel beisteuern, heißt es. Herzstück des Deals ist der Kauf der Rechte für die Marken Rosenthal, Hutschenreuther und Thomas von der Bank of America. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer lobt den Abschluss als Musterbeispiel für geräuschlose und erfolgreiche aktive Wirtschaftspolitik. Rückblick: Wenige Tage nach der Insolvenz des Mutterkonzerns Waterford Wedgwood musste Anfang Januar 2009 auch der fränkische Porzellanhersteller Rosenthal Insolvenz anmelden. Umsatz 2008: 163 Mio. € weltweit. Von über 1.200 Mitarbeitern beschäftigt Rosenthal etwa 1.000 in Deutschland. Nach jahrelangen Verlusten soll das Unternehmen 2009 bereits wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen, so Insolvenzverwalter Volker Böhm. www.rosenthal.de www.sambonet.it Redaktion food-service und gv-praxis/GW Rosenthal, Volker Böhm, Sambonet Paderno, Pierluigi Coppo, Rosenthal, Hutschenreuther, Thomas, Bank of America, Horst Seehofer, Waterford Wedgwood, Porzellanhersteller, Insolvenzverwalter


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