Tiefkühlbranche trotzt Konjunkturflaute

Das Tiefkühlsortiment bleibe eine der am stärksten wachsenden Angebotsformen im Ernährungsbereich. "Obwohl die Konjunktur nicht anspringt und die Verbraucher an allen Ecken und Enden sparen: Die Trends laufen weiter in Richtung Tiefkühlkost", betonte der Präsident des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti), Ulf H. Weisner, auf einer Tagung der Branche in Potsdam. Seit Jahren verzeichne die Warengruppe kontinuierliche Zuwachsraten.



Nach dti-Marktuntersuchungen kletterte der Gesamtverbrauch tiefgekühlter Lebensmittel - ohne Rohgeflügel und Speiseeis - in den vergangenen 10 Jahren um gut 83 % auf über 2,54 Mio. t. Beim Gesamtumsatz erwirtschaftete die Branche sogar ein Plus von über 84 %. Einschließlich der Verbrauchsmenge von tiefgefrorenem Rohgeflügel wuchs der Pro-Kopf-Verbrauch auf 34,5 kg. Damit verzehrten die Bundesbürger 11,4 kg mehr Tiefkühlkost als 1992. Mengenmäßig zugelegt haben vor allem Backwaren neben dem vielfältigen Angebot der Hauptspeisen und Zubereitungen. Fleisch und Wild sowie Pizzas waren ebenfalls die Renner aus der Tiefkühlung. Starke Nachfrage herrscht seit Jahren nach Gemüse und Kartoffelprodukten wie Pommes frites & Co.



Im Lebensmittelhandel, einschließlich Heimdienste und Discounter, kauften die Privatverbraucher mit knapp 1,33 Mio. t über 71 % mehr Tiefkühlkost als noch vor 10 Jahren. Das Umsatzplus im Vergleichszeitraum lag mit 5,24 Mrd. Euro ebenso bei 71 %. Ob in den Betriebsrestaurants und sozialen Einrichtungen oder in der Gastronomie: In allen Bereichen des Außer-Haus-Marktes, als zweitem Absatzkanal für Tiefkühlkost, gewann das Sortiment Marktanteile. Der Absatz verdoppelte sich nahezu auf über 1,21 Mio. t. Wertmäßig erreichte die Branche mit 3,78 Mrd. Euro ebenfalls eine Verdoppelung des Umsatzes.



www.tiefkuehlinstitut.de

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