Deutscher Kaffeeverband

Tipps zur manuellen Zubereitung

Zum ersten Mal wird weltweit am 1. Oktober 2016 der ‘Tag des Kaffees‘ gefeiert. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich 162 l des aromatischen Heißgetränks konsumiert. Besonders angesagt ist laut Kaffeeverband derzeit wieder die Zubereitung von Hand. Neben dem altbewährten Klassiker, dem Handfilter, gibt es eine Vielzahl weiterer Methoden, Kaffee manuell zuzubereiten.

Klassisch: Handfilter

Der Handfilter, 1908 von Frau Melitta Bentz erfunden, ist der Klassiker unter den manuellen Brühmethoden. Der Porzellanfilter wird auf eine Kanne oder Tasse gesetzt, ein Kaffeefilter eingelegt, mittelfein gemahlener Kaffee eingefüllt und heißes Wasser aufgegossen. Der frische Kaffee fließt langsam in die Kanne bzw. Tasse. Er schmeckt besonders mild, da das Filterpapier Fette und Öle zurückhält.

Exotisch: Phin-Filter

Das Pendant zum deutschen Handfilter ist in Vietnam der Phin-Filter. Hierbei handelt es sich um ein Behältnis aus Aluminium. Man benötigt keinen Papierfilter, da sich im Boden des Löcher befinden, durch die der frische Kaffee langsam hinauströpfelt. Ein Stempel verhindert das Aufwirbeln des Kaffeepulvers beim Eingießen des heißen Wassers.

Angesagt: Cold Brew und Cold Drip

Cold Brew und Cold Drip gehören auf die Liste der angesagten Kaffeegetränke. Das Ergebnis der beiden innovativen Zubereitungsmethoden, bei denen mit kaltem Wasser gearbeitet wird, ist ein besonders aromatisches, mildes Kaffeekonzentrat.
Beim Cold Brew werden Wasser und gemahlener Kaffee miteinander vermischt und das Konzentrat nach einer Ruhephase von mindestens 12 Stunden gefiltert.
Beim Cold Drip hingegen wird das Kaffeepulver im Laufe mehrerer Stunden im Cold Dripper langsam mit Wasser beträufelt und sofort gefiltert.
Das Kaffeekonzentrat kann nach Belieben mit heißem oder kaltem Wasser verdünnt und weiter verfeinert oder mit Eiswürfel serviert werden.

Praktisch: AeroPress

Mit AeroPress ist ein Filterkaffee gemeint, der mithilfe eines Brühzylinders aus Kunststoff hergestellt wird, der unten mit einem dünnen Filterpapier verschlossen ist. Es wird zunächst Kaffeepulver und anschließend heißes Wasser hineingegeben. Nach einer kurzen Extraktionszeit wird das Wasser mit einem Presskolben durch das Kaffeepulver gedrückt.

Traditionell: Karlsbader Kanne

Ohne Papierfilter funktioniert die Karlsbader Kanne aus Porzellan. Der grob gemahlene Kaffee wird in das Doppelsieb gegeben, darauf der Wasserverteiler gesetzt und langsam Wasser eingegossen.

Experimentell: Siphon

Bei der Siphon-Methode macht man sich die physikalischen Gesetze des Vakuums zunutze. An einer Haltevorrichtung sind zwei Glasbehälter montiert, die über ein dünnes Röhrchen miteinander verbunden sind. Im unteren Gefäß befindet sich Wasser, im oberen gemahlener Röstkaffee. Durch Erhitzen des Wassers mit einer Flamme bildet sich Dampf, der das Wasser in die obere Glaskugel drückt, wo es sich mit dem Kaffeepulver vermengt. Stoppt man die Wärmezufuhr, wird es mithilfe von Unterdruck wieder abgesaugt, das Kaffeepulver bleibt als Kaffeesatz zurück. Das Ergebnis: ein sehr reiner und aromatischer Kaffee.

Historisch: Ibrik

Mit dem Ibrik, einem kleinen metallenen Kännchen mit langen Griff, wird traditionell türkischer Kaffee zubereitet. Pulverfein gemahlener Kaffee und die gleiche Menge Zucker wird mit Wasser bis zu dreimal aufgekocht. Die Beigabe von Gewürzen wie Kardamom und Zimt verleiht dem Kaffee eine ganz besondere Geschmacksnote.

Am Tag des Kaffees werden durch zahlreiche Aktionen und Events in ganz Deutschland verschiedene Facetten des Kaffees – von Lifestyle bis Tradition, von Genuss bis Geselligkeit – erlebbar gemacht. Initiiert und koordiniert wird der Ehrentag vom Deutschen Kaffeeverband.


www.tag-des-kaffees.de
www.internationalcoffeeday.org



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