Unilever

Umbaupläne beim Konsumgüter-Konzern

Der Konsumgüterkonzern verkündet Umbaupläne in großem Stil. Die bisher separat geführten Sparten Lebensmittel und Erfrischungen werden verschmolzen. Das Margarine-Geschäft mit Marken wie Rama und Lätta soll ganz verkauft oder zumindest eigenständig werden.
Vor allem in den Führungsebenen sollen Jobs gestrichen werden. Auch drastische Abstriche beim Werbebudget sind vorgesehen. Nach dem abgewehrten Übernahmeversuch durch den US-Konzern Kraft Heinz Anfang dieses Jahres will Unilever mittels des Umbauprogramms in den kommenden Jahren 2 Mrd. € zusätzlich zum bereits laufenden Sparprogramm einsparen und bis zum Jahr 2020 seine Profitabilität deutlich steigern. Statt 16,4 % wie 2016 sollen dann 20 % vom Umsatz als operativer Gewinn übrig bleiben. Dabei rechnet Unilever jedoch die Umbaukosten heraus, die das Management auf insgesamt rund 3,5 Mrd. € Euro beziffert.

Die Doppelstruktur des Unternehmens als sowohl niederländische wie als britische Aktiengesellschaft stehe wegen ihrer Komplexität ebenfalls auf dem Prüfstand, heißt es. Ende des Jahres soll hier eine Entscheidung über die künftige Aufstellung fallen.

Für das Geschäftsjahr 2016 hatte der Konzern Umsätze von 52,7 Mrd. € (-1 %) gemeldet. Wechselkursbereinigt wuchsen die Umsätze um 4,3 %. Der Nettogewinn wurde im Geschäftsbericht mit 5,5 Mrd. € (+5,5 %) ausgewiesen. Bestätigt wurde in der aktuellen Verlautbarung das Ziel, beim Umsatz im laufenden Jahr um 3 bis 5 % zuzulegen.

www.unilever.de










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