Ernährungsindustrie

Verhaltene Erwartungen nach schwierigem Jahr

Eine eher düstere Bilanz zieht die deutsche Lebensmittelindustrie für das vergangene Jahr. Bürokratie, hohe Kosten und zunehmender Konkurrenzdruck hätten die Erträge belastet, so die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE).
Stagierende Verkaufspreise beklagt die Branche ebenso wie immer mehr Regulierung, die Konzentration im LEH und ein schwaches Exportgeschäft.

Für 2015 rechnet die BVE mit einem leichten nominalen Umsatzwachstum von bis zu 2 %. Verhalten positive Erwartungen also. Mit Blick auf die schwache Entwicklung 2014 sei die Stimmung in den Unternehmen der Branche eher zuversichtlich.

Im letzten Jahr kämpfte die Ernährungsindustrie mit Stagnation. Der Umsatz erreichte nach BVE-Berechnungen 173,2 Mrd. € und lag damit 1,1 % unterm Vorjahr. Bereinigt um Preissenkungen lag das Minus bei 0,9 %.

Die Zahl der Betriebe sank 2014 zugleich um 1,7 %.

Das Kostenniveau in der Lebensmittelproduktion bleibe hoch, so der BVE. Durch den jetzt eingeführten Mindestlohn würden die Lohnkosten deutlich zunehmen.

Sorge bereitet insbesondere das Exportgeschäft. Wobei die Auslandsumsätze der Branche 2014 um 5,6 % auf 56,3 Mrd. € zulegten – der Zuwachs genügte indes nicht, um den Umsatzrückgang von 4,1 % im Inland aufzufangen.

Als Bremsfaktor im Export habe sich die schwache Konjunktur im europäischen Ausland erwiesen, in Drittländern sei der Marktzugang oft unzureichend. Mangende Rechtssicherheit und unsichere Wechselkurse sieht der BVE als weitere Hemmnisse für die Expansion deutscher Unternehmen im Ausland.

Der Verband fordert in diesem Zusammenhang Erleichterungen beim Auslandsgeschäft – auch durch das vielumstrittene Handelsabkommen TTIP.

www.bve-online.de





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