WMF

Verkauf rückt offenbar näher

Über Verkaufspläne des WMF-Eigners KKR wird unter Berufung auf Insider-Informationen schon des längeren spekuliert. Auch diverse Bieter-Namen machten bereits die Runde, darunter der chinesische Großkonzern Haier.

Jetzt erhalten die Gerüchte durch einen Reuters-Bericht erneut Auftrieb. Demnach habe KKR eine Bieter-Shortlist mit sechs Namen erstellt. Neben Kaffeemaschinen-Hersteller De Longhi, dem französischen Haushaltsgerätehersteller Groupe SEB (Moulinex) und Electrolux aus Schweden seien gleich zwei chinesische Unternehmen vertreten, nämlich Joyoung (ein führender Hersteller von Haushaltsgeräten) und der Mischkonzern KingClean Electric.

Besagten Insider-Kreisen zufolge soll die Bieterfrist für WMF noch bis Mitte Mai laufen. Im Raum steht die Summe von mindestens 1,5 Mrd. € als seitens KKR angestrebter Kaufpreis.

Damit hätte das Private Equity-Unternehmen keinen schlechten Deal gemacht. Bei seinem Einstieg bei WMF im Sommer 2012 wurde der schwäbische Besteck-, Kochgeschirr- und Kaffeemaschinenhersteller noch mit rd. 600 Mio. € bewertet.

Rd. 238 Mio. € hatte KKR damals an den Mehrheitseigner Capvis (Schweiz) für rd. 52 % der Stammaktien sowie 5 % der Vorzugsaktien gezahlt. Inklusive Übernahme der von Kleinaktionären gehaltenen Anteile im Rahmen eines Squeeze-Out-Verfahrens legte der Finanzinvestor 470 Mio. € auf den Tisch.

Der zweite Großaktionär, der Österreicher Andreas Weißenbacher mit seiner Investmentgesellschaft Fiba, ließ sich in Anteilen an der Holding abfinden, über die KKR das Unternehmen hält.

Im Jahr 2014 erzielte WMF einen Umsatz von 1,02 Mrd. €. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern konnte um 18 % auf 56 Mio. € gesteigert werden.

www.wmf.com




stats