WMF trotzt Konjunkturschwäche

Die WMF hat sich in 2001 gut behauptet. Der Umsatz des WMF Konzerns gab zwar leicht um 2 % auf 571,5 Mio. Euro nach. In einem sehr schwierigen Branchenumfeld konnte die Marktstellung jedoch gehalten und in wichtigen Teilbereichen sogar ausgebaut werden. Unter Berücksichtigung der Filialumsätze stieg der Anteil des Auslands am gesamten Geschäftsvolumen von 41,5 % auf 44,2 %. Nicht zuletzt durch Rationalisierungserfolge und durch ein striktes Kostenmanagement hat die WMF AG im Geschäftsjahr 2001 einen Bilanzgewinn von 10,8 Mio. Euro realisiert.

In der Sparte Objektgeschäft konnte die WMF trotz des ungünstigen Umfelds an die guten Vorjahre anknüpfen. Dazu beigetragen hat besonders das Kaffeemaschinengeschäft, das im In- und Ausland weitere Umsatzzuwächse erzielen und so die internationale Marktposition ausbauen konnte. Impulse erhielt dieses Geschäft von dem anhaltenden Trend zu Kaffeespezialitäten.

Außerdem seien, so Vorstandsvorsitzender Rolf Allmendinger, bedeutende neue Zielgruppen gewonnen worden. Dazu zählt er Verkehrsbetriebe und Dienstleistungsunternehmen, aber auch die zunehmende Zahl kleiner Stehcafés und Bäckereien. Darüber hinaus sei es der WMF gelungen, sich Zugang zu den weltweit stark wachsenden Fast Food-Ketten zu verschaffen. So rüste beispielsweise McDonald’s seine Filialen in Deutschland mit vollautomatischen Kaffeemaschinen aus. Hiervon profitiere auch WMF.

Von strategischer Bedeutung war laut Allmendinger die Übernahme des Geschäfts eines japanischen Importeurs für WMF Kaffeemaschinen, das unter dem Firmennamen WMF Japan geführt wird. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich im Konzern zum Jahresende 2001 auf 5422 Beschäftigte reduziert.

Für das Geschäftsjahr 2002 geht Allmendinger davon aus, dass sich die Umsatzentwicklung im Konsumgeschäft im zweiten Halbjahr stabilisiert. Auch aufgrund weiterer Zuwächse im Objektgeschäft könne im Konzern ein Umsatzzuwachs von 3 % erreicht werden.

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