Spirituosenmarkt 2014

Weniger Konsum, stabiler Umsatz

Der deutsche Spirituosenmarkt entwickelte sich im Jahr 2014 leicht positiv. Zwar ging der Pro-Kopf-Konsum im Vergleich zum Vorjahr laut ifo Institut um 0,1 l oder 1,8 % auf 5,4 l leicht zurück (vorläufige Zahlen). Doch das Umsatzvolumen für die gesamte Branche inklusive Importeure blieb mit rd. 4,6 Mrd. € (geschätzt) stabil. In diesem Umsatz sind rd. 2,1 Mrd. € an Branntweinsteuern enthalten.
Auf dem deutschen Markt wurden 2014 laut dem Spirituosen-Verband BSI rd. 675 Mio. Flaschen Spirituosen à 0,7 l angeboten. Das Gesamtmarktangebot inklusive Im- und Export verringerte sich zum Vorjahr um schätzungsweise 18 Mio. Flaschen (ohne spirituosenhaltige Mischgetränke) bzw. um 2,6 %.

Rd. 75 % des Gesamtabsatzes mit Spirituosen wurden auch 2014 über den LEH inklusive Discounter und Drogerie-Märkte erzielt. Der deutsche Spirituosenmarkt bleibt damit auch weiterhin der größte Markt für Spirituosen innerhalb der Europäischen Union, Spirituosen sind nach wie vor eine der umsatzstärksten Warengruppen im hiesigen LEH.

Die unterschiedliche Entwicklung bei den Segmenten für Spirituosen setzte sich im Jahr 2014 fort. Die größten Marktanteile verbuchten mengenmäßig weiterhin Klare Spirituosen (rd. 37,3 %), Liköre (rd. 33,7 %) und Weinbrände/Cognac (rd. 11,5 %). Zu den Gewinnern zählten 2014 – nach Analyse der Marktforschung Information Resources GmbH – u. a. Wodka, Liköre, Whisk(e)y, Gin/Genever, Obstbrand, Cachaça, Armagnac, Raki, Ouzo, Aquavit, Calvados, Grappa, Tequila etc.

Alle alkoholhaltigen Getränke zusammengenommmen, haben die deutschen Verbraucher im vergangenen Jahr pro Kopf 136,9 l konsumiert, das ist ein Rückgang zum Vorjahr um 0,3 l bzw. 0,2 %.

www.spirituosen-verband.de







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