AB InBev

Will sich SABMiller einverleiben

Satter Schluck aus der Pulle: Der weltgrößte Bierhersteller AB InBev zeigt Interesse an SABMiller, der Nummer zwei der Branche. Wie beide Seiten am gestrigen Mittwoch offiziell bestätigten, hat AB InBev die Nummer zwei der Branche über sein Kaufinteresse informiert und die Absicht geäußert, ein Angebot zum Kauf abzugeben. Details zu den Konditionen lägen aber noch nicht vor. Der Konzern mit Sitz in Belgien hat dafür eine Frist bis 14. Oktober.
Ob der Milliarden-Deal tatsächlich zustande kommt, sei nicht gewiss, wird betont. Der dann entstehende Marktgigant stünde für einen Weltmarktanteil von 30,6 %. Marktführer AB InBev hat 2014 einen Bierausstoß von 411,5 Mio. hl erzielt, bei SABMiller waren es 187,8 Mio. hl (Quelle: Barth-Haas Group, Juli 2015).

Gemeinsam kommen die beiden Top-Bierbrauer auf eine Marktkapitalisierung von rd. 250 Mrd. US-$ (221 Mrd. €). Die jüngsten Kurssprünge noch gar nicht berücksichtigt: Nach Bekanntwerden der Nachricht schossen die SABMiller-Aktien in London um rund ein Fünftel in die Höhe. Für die Papiere von AB InBev ging es um gut 9 % nach oben.

Erst im vergangenen Jahr war SABMiller mit dem Versuch gescheitert, Heineken zu übernehmen, die weltweite Nummer drei. Der Konsolidierungsdruck in der Branche ist erheblich, der Kampf um Marktanteile unerbittlich. So richtig aufwärts geht es mit dem Bierkonsum kaum mehr in den Industrieländern, verändertes Konsumverhalten und eine breitere Angebotspalette gehen zu Lasten der großen Standardsorten. Ein Weg für die Big Player heißt, Wachstum zuzukaufen.

www.ab-inbev.com

www.sabmiller.com





stats