Arla Foods

Gentechnikfrei füttern und nachhaltig wirtschaften

Die Kühe der Arla-Foods-Landwirte sollen nur noch gentechnikfreies Futter erhalten.
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Die Kühe der Arla-Foods-Landwirte sollen nur noch gentechnikfreies Futter erhalten.

Bis Ende 2019 soll die Milchproduktion in Zentraleuropa vollständig auf gentechnikfreie Fütterung umgestellt werden. Dies gab die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods Ende Oktober bekannt. Die Entscheidung gilt für alle Arla-Landwirte in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg.

Mit dem Beschluss reagiere man auf die Anforderungen von Konsumenten und Handel insbesondere in Deutschland, so die Informationen der Genossenschaft. Aktuell stammten bereits 61 Prozent der in Deutschland produzierten Milch aus getechnikfreier Fütterung. Die vollständige Umstellung soll bis Ende 2019 realisiert werden. Dann wird Arla nach eigenen Angaben rund sechs Milliarden Kilo gentechnikfreier Milch produzieren und will damit führend in Europa sein.

Dürreschäden abfedern

Aufgrund einer positiven Bilanzentwicklung soll auf Vorschlag des Aufsichtsrates hin der gesamte Nettogewinn 2018 der Arla-Gruppe an deren Landwirte ausgeschüttet werden. Die Dürre des Sommers habe zu schwierigen finanziellen Situationen geführt. Um die Landwirte als Eigentümer dennoch solide aufzustellen, liege es im Interesse der Genossenschaft für dieses Jahr von der sonst üblichen Gewinnverteilung abzuweichen, so die Argumentation. Die endgültige Entscheidung soll mit dem Jahresergebnis im Februar 2019 bekannt gegeben werden.

Initiative für Nachhaltigkeit in UK

In Großbritannien will sich Arla Foods als Hersteller nachhaltiger Produkte positionieren und die Milchwirtschaft der Insel insgesamt beeinflussen. Die Initiative "UK 360" der 2.500 britischen Genossenschaftsbetriebe betrifft Tierwohl, natürliche Ressourcen und Farm Management. Für die Umzusetzung habe man als ersten Handelspartner für "UK 360" Aldi UK gewonnen.

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