Bio-Hype | Interview

Zertifizierte Bio-Qualität für Großküchen

Manfred Hofer, Geschäftsführer Transgourmet Deutschland. Die Bio-Eigenmarke soll europaweit die Nachfrage forcieren.
Transgourmet
Manfred Hofer, Geschäftsführer Transgourmet Deutschland. Die Bio-Eigenmarke soll europaweit die Nachfrage forcieren.

Wie sehen Großhändler den Bio-Boom? Ein Gespräch mit Manfred Hofer, Geschäftsführer Transgourmet Deutschland, über den Trend und seine Auswirkungen auf den Markt.

Das Interview erschien zuerst im Rahmen des Specials "Bahn frei: Bio kommt! im April-Heft der gv-praxis. Jetzt im E-Paper lesen

Wie bewerten Sie den Bio-Trend langfristig?
Manfred Hofer: Warum sollten Gäste in Zukunft weniger Interesse an nachhaltiger Ernährung haben? In der Gesellschaft ist in den vergangenen Jahren ein enormes Interesse entstanden, woher die Lebensmittel kommen, wie sie produziert wurden oder wie Tiere gehalten werden – das wird bleiben.

Beobachten Sie auch im Außer-Haus-Markt eine verstärkte Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln?
Über die letzten Jahre verzeichnen wir schon ein überdurchschnittliches Wachstum in unserem Bio-Sortiment. Selbst im Coronajahr 2020, das sonst von einem deutlichen Umsatzrückgang gekennzeichnet war, lag der Umsatz mit Bio-Ware über dem Vorjahr. In den nächsten Jahren wird die Nachfrage weiter steigen, da viele Küchenchefs mit zunehmenden Anforderungen konfrontiert sein werden, mehr nachhaltige Produkte einzusetzen, bis hin zur Erfüllung von Bio-Quoten.

Wie reagieren Sie als Großhandelsunternehmen auf diesen Trend?
Nachhaltigkeit ist schon seit zehn Jahren in unserem Sortiment mit konkreten Zielen verankert. Mit unserer Nachhaltigkeitsmarke "Transgourmet Ursprung" haben wir ein Sortiment aus besonderen Produkten, von besonderen Erzeugern entwickelt. Das sind Fakten, die man den Gästen erzählen kann. Nun erweitern wir unser Angebot um die Bio-Eigenmarke "Transgourmet Natura".

Was war Ihnen bei der Entwicklung der neuen Eigenmarke wichtig?
Ein Angebot in zertifizierter Bioqualität zu schaffen für die Anforderungen der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie. Das Biosortiment für den Einzelhandel ist heute enorm, in der Profiküche müssen Produkte aber trotz Bioqualität bezahlbar sein, gerade in der GV gilt der enge Budgetrahmen auch für Bio. Zudem muss die Abpackung passen, kein Koch hat Freude daran, 20 Haushaltspackungen aufzumachen.

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