Dewender

Sanierung gescheitert

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Der traditionsreiche Lebensmittelgroßhändler Josef Dewender in Bochum, seit 87 Jahren erfolgreich am Markt, ist Geschichte. Das Unternehmen wird abgewickelt. Ein Großteil der 115 Mitarbeiter hat schon neue Jobs.

Das Familienunternehmen stellte schon Anfang September einen Insolvenzantrag. Medienberichten zufolge haben sich die Schulden auf 4 Mio. Euro angehäuft. Ein Großteil der 115 Mitarbeiter soll bereits neue Anstellungen gefunden haben. Gescheitert ist damit der Versuch von Insolvenzverwalterin Dorothee Madsen, einen Investor für das Traditionsunternehmen zu finden. Indem Großkunden wie Altenheime und Krankenhäuser schon kurz vor dem Insolvenzantrag abgewandert seien, habe letztlich der Kern der Geschäftstätigkeit gefehlt, so die Begründung. Noch im vergangenen Jahr hatte Dewender einen Umsatz von mehr als 35 Millionen Euro verzeichnet.


Dewender wurde 1933 gegründet und enwickelte sich aus kleinsten Anfängen zu einem modernen mittelständischen Unternehmen mit 50 modernen Kühlfahrzeugen. Der Lieferant für Großküchen ist auf die Gemeinschaftsverpflegung spezialisiert: Kantinen, Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten. Auf einer Betriebsfläche von 120 000 Quadratmetern wurden täglich hunderte Tonnen Ware angeliefert, verteilt und über einen modernen Fuhrpark, da keine Niederlassungen, in die ganze Republik und Österreich gefahren. 


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