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Professional-Segment wächst 2018 weiter

Brita-CEO Markus Hankammer vor dem Hauptsitz in Taunusstein bei Wiesbaden.
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Brita-CEO Markus Hankammer vor dem Hauptsitz in Taunusstein bei Wiesbaden.

Das Umsatzplus von 7,5 Prozent im Professional-Segment der weltweit aktiven Wasseroptimierer kann das Minus im Verbraucher-Bereich nicht ausgleichen. Mit einem Volumen von 80 Mio. Euro investiert das Familienunternehmen aus Taunusstein jedoch mehr denn je in Entwicklung und Produktionsstätten weltweit.

32 Prozent des Gesamtumsatzes machten die Taunussteiner 2018 im Professional-Segment: 150 Mio. Euro Umsatz (Vj. 139 Mio. €, + 7,5 %) wurden mit Filterlösungen für Horeca und Vending sowie leitungsgebundenen Trinkwasserspendern für Büros, Schulen, Krankenhäuser und Gastronomie erzielt. Größter Markt ist Deutschland gefolgt von Großbritannien und der Schweiz.

Consumer Produkte schwächelten

Auf die Consumer Produkte von Brita entfielen 324 Mio. Euro und damit 68 Prozent des Gesamtumsatzes der Gruppe (Vj. 355 Mio. €, -8,7 %). Die Top 3 Märkte waren hier erneut China, Großbritannien und Deutschland. Insgesamt verbucht die Gruppe damit einen weltweiten Umsatz von 474 Mio. Euro, ein Rückgang von 4,0 Prozent (währungsbereinigt 482 Mio. €, -2,4 %).
"Bedingt durch massive Einmaleffekte in unserem größten Markt China, der sehr dynamisch, aber auch manchmal sehr herausfordernd sein kann, haben wir unsere ehrgeizigen Umsatzziele 2018 in der Gruppe trotz vieler sehr positiver Entwicklungen nicht realisieren können", kommentierte Brita-CEO Markus Hankammer. Jedoch sei man bereits im Laufe des 4. Quartals 2018 auf einen Wachstumspfad zurückgekehrt.

Als wachstumsstärksten Markt macht das Unternehmen Südkorea aus, wo im vergangenen Jahr ein Tochterunternehmen aufgebaut wurde. Schwerpunktthema dort ist die Ultrafiltrationstechnologie gegen Bakterien und Viren. Der Forschungsfokus liegt auf noch umfangreicheren Filtersystemen für problematische Wasserqualitäten. So könne die in 2018 eingeführte "myPro"-Produktlinie außer Kalk, Partikeln und Bakterien auch Viren aus belastetem Wasser herausfiltern.

Höchstes Investitionsvolumen seit Bestehen

Mit 80 Mio. Euro investiert Brita laut eigenen Angaben derzeit so viel wie noch nie seit Firmengründung. Entwickelt werden neue Produkte, Technologien und Prozesse. Gefördert würden aber auch Markenbekanntheit, Distributionskanäle sowie die Infrastruktur. So wurde 2018 die Produktion in einem neuen Werk in Norditalien aufgenommen. 69 Mitarbeiter fertigen dort zunächst vier Produktlinien, so Brita. Im November begannen zudem die Bauarbeiten an einer neuen Brita-Produktionsstätte in der Heimat in energieeffizienter Holzbauweise. Ab dem 1. Quartal 2020 sollen die Maschinen aus der Taunussteiner Produktion sukzessive nach Bad Camberg verlagert werden. Bauarbeiten stehen dann ebenso am Firmenhauptsitz in Taunusstein an, der erweitert werden soll.

Über die Brita Gruppe
Die Gruppe verzeichnete 2018 einen Gesamtumsatz von 474 Mio. Euro mit weltweit 1.827 Mitarbeitern (davon 942 in Deutschland). Im gv-praxis-Technik-Ranking 2017 rangierten die Spezialisten für Trinkwasseroptimierung für B2B und B2C auf Platz 8. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Taunusstein bei Wiesbaden ist durch 28 nationale und internationale Tochtergesellschaften bzw. Betriebsstätten sowie Beteiligungen, Vertriebs- und Industriepartner in 66 Ländern auf allen Kontinenten vertreten. Es betreibt Produktionsstätten in Deutschland, Großbritannien, Italien und China. Seit 2016 setzt sich Brita gemeinsam mit Whale und Dolphin Conservation (WDC) für den Schutz der Ozeane vor Plastikmüll und damit den Schutz von Walen ein.


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