Deutscher Kaffeeverband

Klimaneutralität dank Schutzprojekt

Der Deutsche Kaffeeverband vermeldet Klimaneutralität, unter anderem durch Senkung des CO2-Ausstoßes.
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Der Deutsche Kaffeeverband vermeldet Klimaneutralität, unter anderem durch Senkung des CO2-Ausstoßes.

Klimaneutralität und damit eine Vorreiterrolle unter den Verbänden hierzulande vermeldet der Deutsche Kaffeeverband. Erreicht wird die Klimaneutralität durch die aktive Reduzierung des CO2-ausstoßes einerseits und die Kompensierung des unvermeidlichen CO2-Ausstoßes in Form eines Klimaschutzprojektes andererseits.

Beim Klimaschutzprojekt, über den der Deutsche Kaffeeverband seinen unvermeidlichen CO2-Ausstoß kompensiert, handelt es sich um ein nach Gold Standard zertifiziertes Fairtrade-Projekt, das Kaffeebauern in Äthiopien, dem Ursprungsland von Kaffee, unterstützt und das durch unabhängige Dritte überprüft wird.
Kaffeekonsum erste Monate 2020 und 2019

2020: Die Lust auf Kaffee blieb auch in den ersten Monaten der Corona-Pandemie ungebrochen. Im März und April 2020 stieg der Kaffeekonsum in Deutschland sogar um rund 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Eine Entwicklung, die umso beachtlicher ist, da der Außer-Haus-Konsum im gleichen Zeitraum signifikant eingebrochen ist. Insgesamt ging der Kaffeekonsum in Cafés, Coffeeshops und Restaurants um rund 76 Prozent zurück. Selbst in Bäckereien, die weiter geöffnet bleiben durften, schrumpfte der Kaffeeausschank um 17 Prozent.



"Die Kaffeepflanze ist sehr sensibel und benötigt ganz spezielle klimatische Voraussetzungen. Daher ist der Klimawandel auch eine Bedrohung für den Kaffeeanbau. Es ist für uns selbstverständlich, den eigenen CO2-Ausstoß zu verringern und zu kompensieren", erklärt Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes. Man könne über Nachhaltigkeit viel diskutieren, aber nun sei es Zeit zu handeln.

Mit der Klimaneutralität des Verbandes und der Unterstützung des Projektes in Äthiopien will der Deutsche Kaffeeverband zeigen, dass man Klimaschutz nicht als Lippenbekenntnis, sondern als nachhaltiges Engagement definiere, heißt es. Dazu vermittelt der Verband das Thema zudem in verschiedenen Webinaren seinen Mitgliedern.
Über den Deutschen Kaffeeverband

Seit 50 Jahren ist der Deutsche Kaffeeverband e.V. die Interessenvereinigung für Unternehmen und Organisationen, die in Deutschland Kaffee handeln, verarbeiten oder in anderer Weise damit wirtschaften. Er repräsentiert mehr als 290 Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Kaffee.
Nachhaltigkeit gilt längst als eines der zentralen Themen des Deutschen Kaffeeverbandes: Seit über 25 Jahren ist Fairtrade Mitglied im Deutschen Kaffeeverband. Vor rund 20 Jahren gründete der Verband zusammen mit der damaligen gtz einen eigenen Basis-Standard für den Kaffeeanbau, der heute weltweit im Kaffeeanbau angewendet wird: 4C. Weitere relevante Nachhaltigkeitsorganisationen wie beispielsweise Rainforest Alliance oder Global Coffee Platform Mitglied sind inzwischen Mitglieder im Verband. Vor einem Jahr richtete der Deutsche Kaffeeverband in Berlin einen weltweit viel beachteten internationalen Kaffee-Kongress zur Nachhaltigkeit aus, mit über 20 Referenten und Teilnehmern aus 22 Ländern.
2018 wurde der Deutsche Kaffeeverband von der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement e.V. (DGVM) als "Verband des Jahres" ausgezeichnet.



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