Deutsches Weininstitut

Die Deutschen trinken mehr Weißwein

2017 war der Marktanteil von Weißwein höher als der von Rotwein.
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2017 war der Marktanteil von Weißwein höher als der von Rotwein.

Rot nein, weiß ja. Das ist bei deutschen Weintrinkern seit Jahren ein anhaltender Trend. Auch 2017 nahm der Marktanteil von gekauften Weißweinen leicht zu, der von Rotweinen leicht ab. Diese Entwicklung geht aus der alljährlich vom Deutschen Weininistitut (DWI) beauftragten GfK-Weinmarktanalyse hervor. Deren Ergebnisse teilte das DWI im Vorfeld der internationalen Weinmesse ProWein mit.

So waren im vergangenen Jahr 45 Prozent aller hierzulande eingekauften Weine weiß, was einem Zuwachs von zwei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Rotweineinkäufe gehen seit dem Jahr 2008 kontinuierlich zurück. Ihr Marktanteil ist in den vergangenen neun Jahren von 53 auf nunmehr 46 Prozent gesunken.

Auch Roseweine rückläufig

DWI-Geschäftsführerin Monika Reule sieht als wesentlichen Grund für diese Entwicklung den allgemeinen Trend in der deutschen Bevölkerung zu einer bewussteren Ernährung. „Weißweine sind tendenziell etwas leichter als Rotweine. Sie sind zudem hervorragende Begleiter zur kalorienärmeren Küche. Dies gilt insbesondere für die Weißweine aus den deutschen Anbaugebieten. Dank ihrer langen Reifezeit weisen sie trotz vergleichsweise geringer Alkoholgehalte eine große geschmackliche Fülle auf. Diese geht mit einem angenehmen Wechselspiel von frischer Fruchtsäure und sortentypischer Aromatik einher."
Roséweine wurden 2017 ebenfalls etwas weniger eingekauft. Sie haben wie die Rotweine gegenüber 2016 einen Prozentpunkt verloren und kommen auf einen Marktanteil von neun Prozent.

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